Flying Bicycle – Le Aviette – Fliegendes Fahrrad #10
Vorerst letzter Teil der Baudokumentation und dann geht es erst einmal mit dem Velo auf den Asphalt zu Rollversuchen.
Der Empfänger, Spektrum 4-Kanal und ein Akku, Lipo 2S 600 mAh liegen im vorderen Rahmen. Sie sind nun gesichert, verpackt, versteckt unter einer drehbaren Klappe aus Lithoblech.
Flying Bicycle – Le Aviette – Fliegendes Fahrrad #9
Das Fliegende Fahrrad nimmt Form an. Die Leitwerke sind montiert, die Ruder angelenkt, die Servos und Rudergestänge angeschlossen. Motor mit Propeller und Regler sind betriebsbereit. Und erste ferngesteuerte Rollversuche mit einem Lipo 2S 600mAh waren erfolgreich. Das Gefährt dürfte und könnte hoffentlich auch schon mehr, wenn es nicht so windig wäre. Üben wir uns in Geduld.
Freude kam auf über die neuen Speichenräder, die ein begeisterter Gönner gegeben hat. Eine optische und technische, absolute Bereicherung für das Modell.
Das Fliegende Fahrrad durfte sich schon im Fachhandel für Fahrräder zeigen. Geschäftsinhaber und Kunden staunten, interessierten und freuten sich.
Der Dank geht auch an dieser Stelle an den Geschäftsinhaber von ESCHBIKE1) , 53819 Neunkirchen-Seelscheid, Zeithstraße 156, www.esch-bike.de für das Interesse und die Erlaubnis im Ladenlokal drehen zu dürfen.
1) Link öffnet in einem neuen Fenster die Website https://www.esch-bike.de/
Die Flächenteile für das fliegende Fahrrad sind aus Depron geschnitten, im Kfm3-Profil verklebt, geschliffen und montiert. Die Fläche bleibt abnehmbar, damit leicht ersetzbar und hat eine Spannweite von 800mm.
Auf 1/3 der Flächentiefe, 210mm, also bei 70mm ist die einteilige Fläche mit einem Kohlestab verstärkt. Die Flächennase ist profilähnlich geschliffen. Die Fläche ist leicht angestellt und hat eine V-Form.
Bild anklicken – Animation als Youtube #Shorts im neuen Fenster
Ich erinnere:
Es gibt keinen Bauplan. Das Gefährt ist aus dem Kopf nach bestem Wissen konstruiert und aus der freien Hand gebaut, wie man sieht, auf einem Holztisch mit z.T. gebrauchten Mitteln aus der Bastelkiste und einfachen Werkzeugen.
Ob das alles zumindest in etwa richtig dimensioniert und flugfähig ist, werden mir Experten sagen, Rollversuche und der erste Flugversuch zeigen.
Am Fahrer bzw. Piloten wird ein Flug nicht scheitern. Er tritt schon jetzt stufenlos regelbar in die Pedalen.
Die Dokumentation wird fortgeschrieben, alle Beiträge sind chronologisch geordnet in der Kategorie Doku | Doku Fliegendes Fahrrad.
Flying Bicycle – Le Aviette – Fliegendes Fahrrad #5
Die Konstruktion der Pilotenbeine ist fertig. Sie werden von einem umgebauten Micro-Servo angetrieben, der nunmehr als Getriebemotor in Richtung und stufenlos Geschwindigkeit mit dem RC-Sender gesteuert werden kann.
Es war alles, wie man hier sagt, Fummelarbeit auf den Millimeter genau, damit Servo, Gestänge, Pedalen, Füße, Kniegelenke und Hüftgelenke eine schöne Tretbewegung zeigen.
Flying Bicycle – Le Aviette – Fliegendes Fahrrad #5
Ein Micro-Servo ist erfolgreich zu einem per Fernsteuerung in Richtung und Geschwindigkeit stufenlos regelbaren Getriebemotor umgebaut. So können wir denn voller Hoffnung sein, dass die Fahrradpedalen und damit die Beine des Fahrradfahrers bzw. des Piloten in Bewegung gesetzt werden können.
Die ersten Versuche haben gezeigt, dass das nicht so einfach ist, wie zunächst gedacht.
Einfach ein paar Gliedmaßen, mit Briefklammer als Gelenke, wie bei einem Hampelmann, führt tatsächlich nur zu wilder, unkontrollierter Hampelei.
Es ist etwas mehr Aufwand nötig. Aber die weiteren Versuche zeigen einen zielführenden Weg, zunächst nur mit einem Bein, aber so klappt es.
Le Aviette – Flying Bicycle –Fliegendes Fahrrad #4
Der aufmerksame Leser der Dokumentation Fliegendes Fahrrad hat sich möglicherweise im Teil #3 gedacht: Da stimmt doch etwas nicht oder? Im Text ist davon die Rede, mit 0,4 mm Flugzeugsperrholz die Kiefernleisten des Rumpfes dort zu verstärken, wo sie aufeinander stoßen und verklebt sind.
Und bitte schön, wo ist das im Foto vom Rumpf zu sehen?
Oben an der Stirnseite, an den anderen Stellen noch nicht. Richtig beobachtet.
Aber keine falschen Schlüsse ziehen. Das Foto wurde einfach zu früh gemacht. Die Textaussage stimmt: Alle Stellen verstärken, an denen Leisten aufeinander stoßen.
Soweit nur am Rande, denn fast könnte der Fahrer im Rumpf, auf dem Fliegenden Fahrrad Platz nehmen, zumindest zur Probe sitzen.
Vorschläge, Ideen wie der Fahrer seine Beine bewegt, in die Pedalen tritt, gingen hier mehrere ein. Alle sind sicherlich tauglich und der Dank gilt denen, die sich gemeldet haben.
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Die Wahl fiel bei Abwägen von Für und Wider der unterschiedlichen Vorschläge auf folgendes Antriebsmodell: Die Beinmuskeln des Fahrers, des Piloten werden angetrieben über einen Getriebemotor. Gesteuert wird er mit dem Sender, in beide Richtungen ist ein stufenloses Regeln der Drehgeschwindigkeit möglich und später die Tretgeschwindigkeit des fliegenden Radlers.
Ein altes Micro-Servo aus der Bastelkiste musste dran glauben. Kurzerhand auf den OP-Tisch gelegt, ohne Betäubung die Bauchdecke geöffnet und weiter in die Herzkammer des kleinen Patienten. Etwas bohren, wegschneiden, drehen, mit dem Servotester in die Nullstellung bringen. Anschließend den geöffneten Korpus schließen und verschrauben und zur Wiederbelebung Strom anlegen.
Zum Test wird der Micro-Getriebmotor mit einer Wäscheklammer am Rumpf provisorisch in etwa dort befestigt, wo er letztendlich eingebaut werden soll.
Der Gebtriebemotor wird an den vorgesehenen Empfänger auf einen freien Kanal gesteckt, Sender eingeschaltet, Akku angeschlossen und der Test kann beginnen.
Le Aviette – Flying Bicycle –Fliegendes Fahrrad #3
Wir kümmern uns heute um den Rahmen bzw. den Rumpf des Gefährts. Er ist im wesentlichen aus 5 mm Kiefernleisten gebaut.
Die zurecht geschnittenen Leisten zunächst für ein Seitenteil auf einem Baubrett ausrichten, fixieren verkleben (Foto 1). Dann die Leisten für das zweite Seitenteil auf dem ersten Seitenteil ausrichten, fixieren. Dort wo Klebestellen sind, zwischen den beiden Seitenteilen etwas Tesafilm, damit die Teile nicht mit dem darunter liegenden, bereits fertigen Seitenteil zusammenkleben (F0t0 2).
Gut aushärten lassen. Die beiden Seitenteile lassen sich anschließend leicht trennen und sind absolut deckungsgleich. Hier sah das so aus, die Fotos können zum Vergrößern angeklickt werden:
Foto 1 – Ein Seitenteil
Foto 2 – Beide Seitenteile
Foto 3 – Zwei Seitenteile
Nach einer Pause geht es weiter: Die beiden Seitenteile auf dem Plan ausrichten, die Querstreben einkleben und anschließend mit 0,4 mm Flugzeugesperrholz den Rahmen dort verstärken, wo Leisten aneinander stoßen. Den Motorspant aus 4 mm Pappelsperrholz an der Stirnseite im oberen Drittel befestigen. Um Motorsturz und Seitenzug kümmern wir uns bei Motoreinbau.
Alles verschleifen und fertig ist der Rumpf mit einer Länge von 560 mm im Rohbau (Foto 4). Schön machen und der Rest kommen später.
In der Bastelkiste lassen sich noch zwei alte Speichenräder finden. Sie dürften etwas größer sein. Aber so ist das eben, wenn ein Modell ausschließlich mit Vorhandenem, Gebrauchtem gebaut wird. In der Kiste mit Kleinkram liegt ein passendes Spornrädchen. Genau das Richtige, mit einem 1 mm Draht eingeklebt, fest, nicht steuerbar. Geht doch – oder?
Le Aviette, Flying Bicycle, Fliegendes Fahrrad ein RC-Modell, faszinierend und vorgestellt schon vor mehreren Jahren von Julio Fairlie, Peru, im gleichnamigen Youtube-Kanal @julioaeroperu. Hier wurde darüber berichtet.
Das Video hat zu einem Eigenbauprojekt, zu einem eigenen fliegenden Fahrrad bei den Montagsfliegern angeregt. Der Bau eines Modells in handlicher, transportfreundlicher Größe mit etwa 800 mm Spannweite scheint nicht schwierig. Depron, Balsaholz, ein altes Motörchen, kleiner Regler, Propeller, Servos für Höhen- und Seitenruder, ein paar Kleinteile und genügend Zeit für Planung, Konstruktion und Bau lassen sich finden.
Die entscheidende und bisher nicht gänzlich geklärte Frage ist jedoch: Wie setzt der fliegende Fahrradfahrer bei Julio Fairlie in Peru seine Beine beim Start in Bewegung. Diese Frage steht derzeit im Mittelpunkt der ersten Gedanken und Gespräche zum Projekt bei den Montagsfliegern. Vermuten, spekulieren, auf Bewährtes zurückgreifen, genau hinschauen, die Videobilder sorgfältig analysieren.
Einige Gedanken, Ideen, Vorschläge kamen in unserer Gemeinschaft schnell zusammen. Ist zum Antrieb der Beine vielleichtein Pagermotor im Bauchraum des Fahrers und Piloten, an den Hüftgelenken eingebaut? Da ist doch unterhalb des Kettenrads mit den Pedalen ein Keilriemen, ein Motor oder?
So könnte es sein, wenn man sich das Video „Flying Bicycle Aircraft / Le Aviette“ bei Julio Fairlie und die oben gezeigten Screenshots (können durch Anklicken vergrößert werden) ansieht. Da heißt es in unserer Gruppe zum Beispiel:
„Meiner Ansicht nach liegt eng hinter dem „Kettenrad“ eine ähnlich große Umlenkrolle, deren Achse (Draht) das Tretlager bildet und auf beiden Seiten als Kurbel mit rechtwinklig gebogenem Ende als „Pedale“ abschließt. Das Kettenrad ist fest mit den Stützen verbunden und dient als Lager / Halterung der Umlenkrolle.
Das „Kettenrad“ dreht sich nicht, es ist nur die Blende für die dahinterliegende, sich drehende Umlenkrolle. Die Füße sind fest mit den „Pedalen“ verbunden. Oberschenkel, Unterschenkel und Füße sind über einfache Gelenke – wie bei einem Hampelmann – verbunden. Der Antrieb erfolgt z. B. über einen Mini-Motor von einer Drohne, der quer zur Flugrichtung eingebaut ist und getrennt vom Flugmotor geschaltet werden kann. Da die Antriebsrolle auf dem Mini-Motor wesentlich kleiner als die Umlenkrolle ist, dreht sich das „Tretlager“ wesentlich langsamer. Ggf. noch einen Widerstand vor den Motor schalten, um die Spannung auf ein Minimum zu reduzieren.“
Es gibt sicherlich Alternativen, ggfl. in Teilen. Als Antrieb des Kettenrades, der Pedale könnte möglicherweise auch ein Servo dienen. Ein gebrauchtes, altes, kleines Servo. Es müsste nur ohne Begrenzung und Anschlag laufen, also immer endlos im Kreis und in der Geschwindigkeit möglichst mit der Fernsteuerung regelbar. Also: Auf die Suche nach Hinweisen gehen, wie ein kleines Servo zu einem regelbaren Getriebemotor umgebaut werden kann. Da wird sich etwas finden lassen und dann wird experimentiert.
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Weitere Gedanken, Vorschläge, Ideen zu der entscheidenden Frage, wie der Fahrer und Pilot in die Pedale tritt, seine Beine in Bewegung setzt, setzen könnte, nehmen wir gerne entgegen – bitte hier als Kommentar – eine Registrierung ist nicht erforderlich.
Das Fahrrad, überall ist es zu lesen, zu hören und zu sehen, ist im Aufwind. Diesem Trend wollen wir uns als aufgeschlossene Flugmodellbauer und Modellflieger nicht verschließen. Eine bekannte Internet-Suchmaschine bietet 487.000 Ergebnisse an, wenn nach „Fahrrad im Aufwind“ gesucht wird.
Pippi Langstrumpf1)
macht es uns vor.
Sie braucht keine Räder am Fahrrad, sie schwebt, sie fliegt in niedriger Höhe durch den Ort, an den Wohnhäusern vorbei.
Die Blicke verwunderter Fußgänger folgen ihr. Es ist kaum zu glauben.
Die neunjährige rothaarige Göre mit den Sommersprossen aus dem hohen Norden, weiß wie es geht und zeigt es den Erwachsenen. Ihr Fahrrad ohne Räder ist wohl kaum so als kleines Modell nachzubauen, dass es auch wirklich fliegt und gesteuert werden kann. Da ist Pippi zu beneiden.
Ein fliegendes Fahrrad, notfalls mit Rädern, müßte schon zu bauen sein und wäre ein schönes, interessantes, herausforderndes Eigenbauprojekt, etwas Besonderes, ein Hingucker. Aber wie?
Das ganze Träumen, Fantasieren, Schwärmen, Nachdenken, Schreiben bringt nicht wirklich weiter und schon gar nicht auf eine Sattel und damit in luftige Höhen.
Do it! ist angesagt. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, wird schnell zahlreiche Quellen und weitere Anregungen finden.