Motte und Rabe – der Johannes hat Geburtstag

Motte und Rabe – der Johannes hat Geburtstag – ein Gespräch unter Freunden #22

„Du Rabe, sind das nicht schöne Stunden hier im Heu, wenn wir den Modellfliegern zuschauen. Wir dürfen da bestimmt auch bald mitmachen.“

„Schau, der Junge da, Johannes heißt der, der ist doch auch schon dabei. Und wie der sich schon auskennt. Der kommt immer mit seiner coolen Sonnenbrille und der schönen Tasche, Fette Beute steht darauf mit dem Räuber Hotzenplotz.“


Rabe, der große Junge hat seinen großen Segler dabei. Ich habe gehört wie die anderen ihn immer Tim rufen. Schau, jetzt baut er den Segler auf.“ „Ich glaube die beiden fliegen gleich zusammen mit dem Segler. Die nennen das Lehrer-Schüler.“ „Ja und der Lehrer ist der Tim. So einen jungen Lehrer hätte ich gerne. Ob der Johannes das wohl schafft?“ „Motte, die helfen ihm doch alle. Das sind Freunde, wie wir, die Alten, der Junge, der Lehrer, der Tim und all die anderen.“ „Ja, jetzt machen sie die Sender fertigt und sprechen miteinander.“

„Verstehst Du was die sagen?“ „Moment Rabe, die reden davon, dass der Johannes heute Geburtstag hat. Sieben Jahre ist der jetzt und sicherlich auch schon in der Schule. Rabe, ich glaube der ist so schlau wie Du.“ „Wer?“ „Der Johannes, das Geburtstagskind.“

„Gleich geht es los mit dem Geburtstagsfliegen. Motte, das gefällt mir, ich habe auch bald Geburtstag. Ich bin gespannt, ob ich dann von meinem Onkel Wilhelm den Lilienthal aus dem Modellbaugeschäft in Hennef bekomme.“

„Es geht los Rabe.“ „Und Geburtstagskuchen gibt es auch, Möhrenkuchen.“

Motte und Rabe – der große Junge hat jetzt einen FunRacer

Motte und Rabe – der große Junge hat jetzt einen FunRacer – ein Gespräch unter Freunden

„Du Rabe, das war ja ein tolles Wetter an den Ostertagen.“ „Ja Motte, ich war mit meiner Mutter und ihrer Freundin Brigitte am Rhein spazieren und Du?“ „Ich? Ich war bei den Montagsfliegern.“ „Und was hatten die dort so im Programm Motte?“

„Einiges Rabe, alles und wieder etwas Neues.“ „Sag schon Motte.“


„Im Wiesen-Café Zum Botterblömche gab es Neues, sehr Leckeres, einen Osterzopf mit Marzipan und Mandeln und einen Kirschstreusel. Den hatte die Moni aus der Hofbäckerei wieder gebacken. Schade dass Du nicht dabei sein durftest. Ich habe ein Stückchen für Dich gegessen – lecker sag ich Dir. Hier nimm einen Apfel, der ist auch lecker und gesund.“

„Der große Junge, der Tim hatte eine neue Maschine, einen Racer. Der ist verdammt schnell. Den hatte der sich zu seinem Geburtstag im Sommer des vergangenen Jahres gewüscht.“ „Und warum fliegt der den erst jetzt?“

Danke Moni

„Stell Dir mal vor Rabe, der Racer war bestellt, bezahlt, sollte zu seinem Geburtstag geschickt werden und auf dem Tisch liegen und dann hieß es leider nicht lieferbar. Etwa um Weihnachten, also viel, viel später hat er die Maschine dann endlich bekommen und jetzt war sein Erstflug, so nennen die das bei den Montagsfliegern. Die haben alles gecheckt, eingestellt und dann kam der spannende Moment, dass er starten sollte.“

„Hier Rabe, schau. Ich habe ein paar Bilder gemacht.

Die Maschine zieht nach links, haben die gesagt und der Seitenzug vom Motor muss geändert werden.“

Motte, davon habe ich doch noch keine Ahnung, komm wir schauen uns lieber Deine Bilder an.“


Motte und Rabe – Karfreitag – Der Herr Pfarrer hat gesagt

Motte und Rabe – der Herr Pfarrer hat gesagt – ein Gespräch unter Freunden

„Rabe, Du schaust so traurig. Was ist los mit Dir?“ „Lass mich.“ „Warum?“ „Ja Du kleiner Schlaumeier, die Frage stelle ich mir auch. Warum?“ „Aber warum Rabe?“ „Sag ich doch Motte. Warum?“ „Was meinst Du damit. Warum?“

„Gestern habe ich an der Küchentüre meine Mutter und ihre Freundin Brigitte belauscht.“ „Und?“ „Brigitte hat meine Mutter gefragt, ob ich ihr mit meinem dauernden Warum nicht auf die Nerven gehe?“


„Ach Rabe, mir gehst Du damit nicht auf die Nerven. Wir sind ja Freunde und Freunde dürfen Warum fragen und ihre Meinung sagen, oder?“ „Da hast Du recht Motte.“

„Aber warum sind denn einige Erwachsene so beknackt? Denken nur an sich, ich, ich, ich. Und wissen alles, aber auch alles und dann auch immer besser als andere. Schuld sind immer die anderen. Und wie die sich gefallen und den starken Maxe oder die sterbende Diva spielen. Nur mit dem Klima, das kriegen die nicht hin, mit dem Virus nicht, mit dem Frieden nicht, obwohl sie mit Geld anderer Leute nur so um sich werfen. Und wenn es eng wird, verpissen sich einige. Warum?“

„Rabe, vielleicht sollten wir besser nicht erwachsen werden und vernünftig bleiben.“ „Motte, hast Du schon einmal das Lied gehört Kinder an die Macht.

  • Armeen aus Gummibärchen
  • Panzer aus Marzipan
  • Krieger werden aufgegessen
  • einfacher Plan
  • kindlich genial

Gebt den Kindern das Kommando, die Welt gehört in Kinderhände – das wäre doch was Motte.“

„Rabe, ich glaube, es wird alles wieder gut. Der Herr Pfarrer hat uns im Kindergarten eine Geschichte aus der Bibel vorgelesen. Die war ganz spannend.“ „Hör mir doch mit dem Bibelkram und Deinem Herrn Pfarrer auf, der ist auch nicht besser.“ „Doch, der hat uns davon erzählt, dass heute Karfreitag, ein Feiertag ist. Und stell Dir mal vor, die haben da vor vielen hundert Jahren an diesem Tag den Jesus ans Kreuz genagelt.“

„Siehst Du Motte, wozu Erwachsene fähig sind, die Macht über andere haben. Und warum haben die den umgebracht?“ „Der Herr Pfarrer meinte, der war denen zu lieb und hatte eine Meinung, die denen nicht paßte und störte.“ „Ach, das glaubst Du?“ „Warum nicht Rabe.“

„Der Herr Pfarrer sagte, eine Zeit später war alles wieder gut und stell Dir mal vor, der Jesus ist wieder auferstanden von den Toten, so sagt der Herr Pfarrer.“ „Sind wir jetzt im Zirkus Motte?“ „Warum? “ „Weil Du so unglaubliche Geschichten erzählst Motte. Von den Toten auferstanden. Das glaubst Du? Glauben kannst Du in der Kirche, sagt mein Onkel Wilhelm immer.“

Warum? Das kann ich doch auch zu Hause und überall. Ich jedenfalls glaube daran, dass die Liebe gewinnt und alles wieder besser wird.

Komm Rabe, wir schauen uns noch gemeinsam einen Film an.

Der Jesus ist doch nicht umsonst für uns gestorben.“


Motte und Rabe – das sind Schlepper-Freunde

Motte und Rabe – das sind Schlepper-Freunde – ein Gespräch unter Freunden

„Du Rabe, hast Du das auch schon gesehen bei den Modellfliegern am Wiesen-Café?“ „Da gibt es immer viel zu sehen. Was meinst Du Motte?“ „Schau wie viele heute da sind. Und alle haben ihre Modellflugzeuge wieder dabei, kleine und große, ein buntes Programm. Der Udo vom Modellbaugeschäft in Hennef ist auch da.“

„Da, Motte, jetzt ziehen sie gleich wieder einen hoch. Den roten Segler, den Salto.“ „Das machen die mit einem ihrer Schlepper Rabe. Ich bin gespannt, welchen sie heute dabei haben.“


„Meine Mutter ist auch schon mal geschleppt worden.“ „Hat die jetzt auch ein Flugzeug Rabe?“ „Um Gotteswillen, nein, die ist abgeschleppt worden, als ihre kleine Nukkelpinne in der Stadt an der Kreuzung bei Grün nicht mehr losfuhr. Ihre Freundin Brigitte war fix und fertig, ist aufgeregt hin und her gerannt, wedelte mit ihrer Handtasche und wollte Autos anhalten. Einer soll ihr sogar einen Vogel gezeigt haben.

Die beiden Damen wollten ins Kino. Da läuft noch einmal der alte Schinken Quax, der Bruchpilot mit Heinz Rühmann. Brigitte hat meine Mutter gefragt, ob sie nicht die Telefonnummer von Deinem Vater hat. Der könnte doch bestimmt aus der Notlage helfen und anschließend mit ins Kino fahren. Vielleicht ist hinterher noch ein Eisbecher bei Da Enzo für uns drei drin, hat sie gesagt.“

„Was hat denn mein Vater mit der Nukkelpinne von Deiner Mutter, dieser Brigitte und Heinz Rühmann zu tun?“ „Ich glaube Motte, meine Mutter und die Brigitte haben ein Auge auf Deinen Vater geworfen.“ „Was soll das denn Rabe? Der geht doch immer mit mir ins Kino und in die Eisdiele.“

„Spiel hier nicht den harmlosen Motte!

Schau, da ist noch ein Schlepper, da hinten.“ „Ja Rabe, daneben steht sogar einer mit einem riesen Anhänger.“ „Der Markus vom Hof macht denen die Wiesen wieder schön.“


„Was meinst Du Rabe, ob der mich mal den Schlepper fahren läßt, vielleicht erst einmal ohne Anhänger. Im Urlaub auf dem Bauernhof durfte ich den Trecker schon lenken; ich kann das. Der Bauer mußte mich nur auf den Schoß nehmen, weil ich nicht an die Pedalen für Gas und Bremse kam.“

Motte, komm wir schauen denen besser noch eine Weile zu und dann kannst Du dabei weiter schön träumen und lenken.“

„Au ja Rabe, hier, halte mal meinen Apfel, beiße aber nicht rein. Ich muss meine Hände beim Schlepperfahren frei haben und fest am Lenker halten. Das hat mir der Bauer im Urlaub erklärt.“


Motte und Rabe – die Verrückten sind wieder mitten uns

Motte, die Verrückten sind wieder mitten uns – ein Gespräch unter Freunden

„Du Motte, ich mußte heute für meine Mutter in den Supermarkt und einkaufen.“ „Gummibärchen, Rabe?“ „Nein Motte, meine Mutter hatte mir eine lange Liste mit Zutaten für einen Kuchen mitgegeben. Den woltte sie heute backen, ihre Freundin Brigitte kommt wieder zum Kaffeeklatsch.“ „Ich wußte gar nicht, dass Deine Mutter backen kann. Kriegen wir von dem Kuchen etwas ab Rabe?“

Motte, ich fürchte, es wird keinen Kuchen geben, weder für meine Mutter, noch für ihre Freundin Brigitte, nicht für mich, ganz bestimmt auch nicht für Dich.“ „Aber warum denn Rabe?“

„Weil es im Supermarkt kein Mehl mehr gibt und stell Dir mal vor: Ein einzelnes Paket lag da noch, ganz unten im Regal, und als ich mir das gerade für meine Mutter nehmen wollte, schob mich so ein Typ an die Seite: Geh mal an die Seite Kleiner, das ist mein Paket.“ „Und Du Rabe?“

„Aber ich war doch zuerst hier und meine Mutter will damit einen Kuchen backen. Dann hat er mich nur noch weggeschoben, das letzte Paket Mehl gegriffen und in seinen Einkaufswagen gelegt. Da lagen schon fünf Pakete Mehl drin, das habe ich genau gesehen.“

Bildquelle: Lizenzfrei auf pixabay.com


„Der ist doch wohl von allen guten Geistern verlassen Rabe, wofür braucht der denn so viele Pakete Mehl?“ „Für den Weltuntergang. Der hamstert Motte, der denkt erst einmal nur, aber nur an sich. Der ist nicht der einzige beknackte Erwachsene. Ich glaube, die Verrückten sind mitten unter uns. Wir müssen auf uns beide aufpassen Motte. Gut dass wir Freunde sind.“

„Dann gehen wir eben zu den Montagsfliegern in das Wiesen-Café, die sind in Ordnung und die haben immer Kuchen, den leckeren von der Moni aus der Hofbäckerei. Rabe, Deine Mutter kann ja mit ihrer Freundin Brigitte dort ihren Kaffeeklatsch halten. Die Moni hat bestimmt noch genügend Mehl für ihre Kuchen im Wiesen-Café.“

Motte, wir gehen einfach mit meiner Mutter und Ihrer Freundin Brigitte Zum Botterblömche und schauen den Modellfliegern wieder zu. Du musst Dich dann aber benehmen Motte.“

„Klar, ich bin dabei. Sage Deiner Mutter nur: Mein Vater war da schon mal und meint, draußen haben die nur Kännchen, aber vom Feinsten, so wie Monis Kuchen.“


Das Wiesen-Café hat wieder geöffnet, Rabe

Das Wiesen-Café hat wieder geöffnet, Rabe – ein Gespräch unter Freunden

Rabe, ich habe es Dir doch gesagt: Sobald die Sonne scheint, sind die mit den Modellflugzeugen wieder draußen. Schau nur, was da los ist. Ist das nicht schön?“ „Ja, Motte.“

„Und schau, das Wiesen-Café Zum Botterblömche ist auch geöffnet, Kekse, Kuchen, Getränke, alles da.“


„Haben die auch Gummibärchen, Motte?“ „Ich habe noch keine gesehen, aber der Kuchen sieht verdammt lecker aus, der duftet bis hier.“ „Die scheinen nett zu sein und so einer in unserem Alter ist auch dabei. Guck, der hat ein eigenes Modellflugzeug und wie der schon damit fliegen kann.“

Rabe, komm wir gehen einfach dahin und fragen, ob wir auch etwas von dem Kuchen haben dürfen.“ „Da gehe ich ganz sicher mit Motte. Die so gesunden Äpfel von meiner Mutter bin ich langsam leid. Ich brauche mal etwas Anständiges.“

„Da Rabe, schau, die haben nicht nur Leckereien und lassen es sich gut gehen, die haben mehrere, verschiedene Modellflugzeuge, große, kleine, mit Motor, ohne Motor, die ziehen die mit einem Seil hoch oder, schau nur der Junge, die fliegen sogar Huckepack. Und Spaß haben die auch.“

Motte, was meinst Du, ob wir da mal fliegen dürfen? Guck, die haben auch einen Lilienthal wie wir den bekommen; ich von meinem Onkel Wilhem und Du einen von Deinem Vater.“

„Hast Du eigentlich noch Handyverbot, Rabe?“ “ Nein Motte, das ist vorbei. Ich habe mein Handy dabei und vorhin auch schon ein paar Bilder von den Fliegern gemacht. Hier schau.“

Rabe, ich glaube bei denen sind wir richtig.“





Fokker DR1 Depron Parkflyer – auf Reisen

Fokker DR1 Depron Parkflyer – auf Reisen – ein Gespräch unter Freunden

Motte, ich habe mir den Holzbaukasten Lilienthal in dem Modellbaugeschäft gestern angesehen. Der hat mir gefallen und ich werde ihn mir von meinem Onkel Wilhelm zum Geburtstag wünschen.“ „Dann freue ich mich für Dich, Rabe.“ „Der Udo vom Geschäft hat mir erzählt, dass er auch gerne bastelt.“ „Ich weiß, Rabe, der hat sogar mal ein rotes Modellflugzeug mit drei Flügeln gebaut.“ „Hat er mir erzählt, Motte.“


„Und hat er es Dir auch gezeigt?“ „Nein, das hat er nicht. Er hat es vor einiger Zeit verkauft.“ „Das ist aber schade, ich hätte es gerne einmal fliegen sehen.“ „Der Vogel soll jetzt irgendwo in Süddeutschland fliegen.“ „Da mache ich mit meinem Vater immer Ferien auf dem Bauernhof, Rabe.“ „Meine Mutter fährt mit ihrer Freundin Brigitte lieber an die See, da legen die sich den ganzen Tag in die Sonne und ich soll ihnen immer schön eine Sandburg bauen und mit kleinen Muscheln ihre Namen darauf schreiben. Darfst Du auf dem Bauernhof auch Trecker fahren, Motte?“ „Klar Rabe, lenken kann ich schon.“

Motte, stell Dir mal vor, der Udo hat mir erzählt, da hat einer sein Modell im Internet gesehen. Der ist dann mit dem Zug von ganz weit nach Hennef gefahren, ist vom Bahnhof den weiten Weg zum Geschäft zu Fuß gegangen und hat das Modell gekauft.“ „Ja und dann?“ „Dann hat der Udo den Mann mit der Fokker in seinem Meriva zum Bahnhof gebracht und noch gesehen, wie der Mann sich mit seiner neuen Fokker durch eine Türe des Nahverkehrszuges gemüht hat. Der Zug hatte dann bestimmt auch etwas Verspätung.“

„Das war sicherlich knapp Rabe, hoffentlich ist nichts kaputt gegangen. Und mit der Verspätung bei der Bahn, das kennen wir doch, nichts Neues.“ „Udo meinte, der Vogel ging mit dem Mann so gerade durch die Tür und dann hat er noch gesehen, wie der Mann sich auf einen Platz am Fenster gesetzt hat, das Modell auf seinem Schoß festhielt und noch einmal zum Abschied zwischen den Flächen mit einem stolzen Lächeln winkte. Dann fuhr der Zug ab.“ „Das ist aber eine schöne Geschichte. Komm Rabe, wir schauen uns noch einmal die Fokker DR1 von Udo an.“

Depron Modell nach einem Bauplan von Steve Shumate

Spannweite 930 mm
Länge 765 mm
Gewicht RTF 600 g
Motor BL 2830-900
Batterie 11.1V 1500 mAh Lipo
Prop. APC 11×4,7 SF



Unter Freunden #14

Gespräche unter Freunden

Unter Freunden #16

Motte und Rabe – Der hat eine Gö 3 Minimoa

Rabe – Der hat eine Gö 3 Minimoa – Ein Gespräch unter Freunden #14

„Rabe, ich war wieder beim Udo in seinem Modellbaugeschäft in Hennef. Willst Du Dir nicht auch den Lilienthal kaufen? Dann könnten wir zusammen fliegen.“ „Motte, die Kasse bei uns zu Hause ist leer. Mein Onkel Wilhelm schimpft nur noch rum: Das sind einarmige Banditen!“ „Wen meint der Rabe?“ „Die Zapfsäulen an der Tankstelle.“ „Das verstehe ich nicht Rabe.“

„Mein Onkel Wilhelm sagt, das ist ein Gefühl wie am Spielautomaten, an der Slot Machine, wenn er mit seinem alten Opel Kadett tanken fährt, den Tankrüssel in die Hand nimmt und auf die sich schnell drehenden Zahlen der Preisanzeige schaut.“

„Rabe, der Udo hat jetzt auch eine Minimoa. Ich sag Dir Rabe, das ist vielleicht ein Koffer. Ganz aus Holz, vier Meter ist die groß und die hat so schöne Flügel, wie ein Vogel.“ „Und die gefällt Dir Motte?“ „Ja Rabe.“ „Wie wäre es denn, wenn Du erst einmal Deinen Lilienthal baust und fliegst?“ „Mach ich ja, aber ein bischen träumen ist auch ganz schön.“ „Motte, ich bin mir sicher, Du träumst etwas viel.“

„Apropo Koffer Rabe, ich habe mich wieder in unserem Fliegenden Koffer umgesehen. Ganz unten habe ich sogar eine Minimoa gefunden, eine kleinere als die von Udo. Komm ich zeig sie Dir.“

„Ja, Motte. Aber zuerst schauen und hören wir uns noch Eine Mondscheinnacht an. Das schönste ukrainische Lied, sagte meine Mutter, als sie mir gestern von den glücklichen Tagen in unserer Heimat erzählte. Dann hat sie geweint. Hoffentlich ist bald Frieden in der Welt und alle sind Freunde, so wie wir zwei.“

Modelldaten

  • Spannweite: 2.000mm
  • Länge: 980mm
  • Gewicht: 720g
  • Motor: 1.200KV Brushless
  • ESC: 20A
  • Servo: 9g x 4
  • Akku: Lipo 3S 2.200 mAh

Motte und Rabe – Die Krönung der Schöpfung

Motte – Die Krönung der Schöpfung – ein Gespräch unter Freunden

„Du Rabe, heute war der Herr Pfarrer bei uns im Kindergarten.“ „Und?“ „Der hat uns aus der Bibel eine unglaubliche Geschichte vorgelesen.“ „Ach, und da hast Du, brav wie Du bist, aufmerksam zugehört?“ „Ja Rabe, der Herr Pfarrer hat uns die Schöpfungsgeschichte vorgelesen und erklärt, wie die Welt entstanden ist.“ „Motte, die Geschichte kenne ich. Wahrscheinlich hat der Pfarrer Dir auch gesagt, dass Du Motte die Krönung der Schöpfung bist, oder?“


„Stimmt Rabe, das hat der Herr Pfarrer zu uns allen, auch zu mir gesagt. Das bist Du doch auch Rabe, oder? Du bist doch so schlau und fast erwachsen?“ „Mit der Krönung der Schöpfung meint man die Menschen, also Dich Motte, selbstverständlich auch mich und andere.“ „Rabe, all die anderen in meinem Wohnhaus, in Deiner Schule, in unserer Straße, in unserem Land und auf dieser Welt? Das ist ja toll.“ „Wenn es denn nur wirklich so wäre Motte.“

„Was heißt das Rabe?“ „Kriegst Du denn nicht mit, was auf der Welt um uns passiert, nah und fern, im Kleinen und im Großen?“ „Doch Rabe, ich weiß zum Beispiel, dass die in unserem Wohnhaus seit Tagen nur noch von Angriffen, Bomben und Raketen sprechen. Ob die wohl ein neues Ballerspiel haben? Ich habe davon schon schreckliche Bilder gesehen, als mein Vater die Zeitung las. Da waren kaputte Häuser, verletzte und tot Menschen.“

„Motte, das ist kein Computerspiel, das passiert wirklich, jetzt, wo wir hier stehen und reden. Da ist Krieg in der Ukraine.“ „Rabe, aber wo ist das denn, bei uns doch nicht und warum machen die das?“ „Motte, Du stellst Fragen. Da sind einige vollkommen beknackte Herren am Werk. Ich will dass das aufhört.“ „Die sind doch erwachsen.“ „Und vielleicht deshalb unvernünftig.“ „Ich will das auch nicht Rabe. Wo haben die denn ihr Herz. Haben die nicht Der Kleine Prinz gelesen? Und was ist mit den Kindern, die da leben? Vater und Mutter?“

„Meine Mutter hat mir erzählt, dass sie als Kind ihren Vater im Krieg verloren hat. Der war Soldat und ist gefallen.“ „Gefallen? Das bin ich auch schon öfter. Hat der sich dabei weh getan, hoffentlich nichts Schlimmes.“ „Motte, ganz schlimm, schlimmer geht es nicht, der war sofort tot, kam nie mehr nach Hause, ich habe ihn nie kennen gelernt, meinen Opa, ich kenne nur Fotos von ihm. Ich hätte meinen Opa gerne mal umarmt, mich auf seinen Schoß gesetzt und von Dir Motte, meinem besten Freund erzählt. Er hätte bestimmt geschmunzelt, wenn meine Mutter ihm von meiner Stuyvesant erzählt hätte. So wäre mein Opa heute, wenn es den Krieg nicht gegeben hätte und er noch leben würde; da bin ich mir sicher.“

„Das macht mir alles Angst Rabe, ich gehe jetzt nach Hause zu meinem Vater, der wartet bestimmt schon auf mich.“ „Motte, ich auch, zu meiner Mutter und zu meinem Opa; ein Foto von ihm steht auf meinem Nachttischchen.“

„Rabe, glaubst Du, dass das stimmt, was der Herr Pfarrer gesagt hat: Der Mensch ist die Krönung der Schöpfung?“


Rabe – ich wünsche mir jetzt den Lilienthal

Rabe – ich wünsche mir jetzt den Lilienthal – ein Gespräch unter Freunden #12 – Jugendförderung – Jugendfliegen

„Du, Rabe, ich wünsche mir jetzt den Lilienthal von meinem Vater.“ „Den Otto?“ „Wie den Otto? Den Lilienthal!“ „Der ist doch schon lange tot, was erzählst Du da wieder Kleiner?“

„Wieso tot? Gestern war ich bei dem Udo von den Montagsfliegern, der hat ein Modellbaugeschäft in Hennef. Der Udo hat den Lilienthal. Der hat sogar zwei davon, ganz oben im Regal.“ „Motte, bist Du noch ganz bei Sinnen?“


„Aber warum sagst Du das Rabe? Der Udo hat mir den Lilienthal doch aus dem Regal geholt und gezeigt.“ „Du meinst hoffentlich nicht den Flugpionier Otto Lilienthal, oder?“ „Nein Rabe, ich meine den Holzbaukasten. Da war einiges an ganz leichtem Holz im Karton. Das roch auch so schön.“ „Du machst mich neugierig Motte, erzähl weiter.“

„Der Udo meint, mit der Ausbildung zum Testpiloten für Jets bei den Montagsfliegern sollte ich besser noch etwas warten. Der Lilienthal wäre für mich erst einmal genau das Richtige. Udo meint, ein tolles Jugendmodell. Aber nicht nur für Jugendliche, da können auch Erwachsene mit fliegen und Spaß haben.“ „Und wieviel Kohle muss Dein Vater dafür auf den Tisch legen.“ „Udo meint, das ist nicht so viel und mein Vater wird sich das leisten können und vielleicht auch für mich wollen.“

„Naja, wenn Du das glaubst. Für die fünf Tulpen von der Tankstelle, die Dein Vater letzte Woche meiner Mutter mit rotem Kopf geschenkt hat, hat er ja wohl nicht so tief in die Tasche gegriffen. Da klebte noch das Preisschild dran: 1 Euro. Du scheinst ihm mehr wert zu sein als meine Mutter. Hast Du es gut Motte.“ „Ach Rabe, ich habe mit meinem Vater gesprochen.“ „Wegen meiner Mutter?“ „Nein Rabe, wegen dem Baukasten. Mein Vater hat gleich mit Udo telefoniert, da habe ich gelauscht. Nächste Woche, kriege ich den Lilienthal. Rabe, hilfst Du mir dann beim Basteln?“

„Klar helfe ich Dir. Wir sind doch Freunde, auch wenn Du kleiner bist als ich und noch nicht ganz so schlau. Wie sieht Dein Lilienthal denn aus?“

„Hier schau mal, Udo hat mir einen Film von den Montagsfliegern gezeigt, die haben den Lilienthal auch.“


Motte, wenn ich das so sehe, ich weiß nicht. Das sieht doch alles recht kompliziert aus.“ „Ja Rabe, es sieht so aus, ist es aber nicht. Mein Vater sagt immer: Einfach kann jeder!“ „Und Du meinst wirklich Motte, dass wir das hinbekommen?“ „Rabe, willst Du auch so einen Baukasten, der Udo hat ja zwei in seinem Laden.“ „Das ist im Moment schlecht. Meine Mutter hat mir ja wegen dem Rauchen der Peter Stuyvesant Deines Vaters das Taschengeld gekürzt. Du erinnerst Dich daran? Der Duft der großen weiten Welt.“

„Dann bauen wir erst einmal meinen. Wir kriegen das hin Rabe. Die von dem Baukasten haben einen Film dazu gemacht, wie man das Modellflugzeug zusammenbaut. Und eine ausführliche Bauanleitung liegt auch im Baukasten. Hier schau mal:“

Lilienthal Modelldaten

Spannweite 1.190 mm

Länge 830 mm
Gewicht 190-220 g
Höhenruder, Seitenruder