F-Schlepp – Nonstop!

Der Herbst ist da – die Bäume bunt, der Himmel grau, der Wind… na ja, nennen wir ihn „sportlich“. Aber das schreckt bei den Montagsfliegern natürlich niemanden ab! Heute heißt es wieder: F-Schlepp-Action nonstop! Am Start steht die treue Maule M-7 GB – 2,7 Meter Spannweite, ordentlich Power unter der Haube und geflogen von Ralf, der den Gashebel so gefühlvoll bedient wie andere ihren Sonntagskaffee umrühren. Hintendran gleich zwei Klassiker der Segelfluggeschichte:

  • Eine Ka 6, die sich gesteuert von Bernd in den Himmel ziehen lässt – oldschool, aber mit Stil und Gleitwinkel!
  • Und eine Ka 6E – elegante Konstruktion, schlank wie ein Herbstblatt im Aufwind, pilotiert von Dieter.

Zwischen Start, Schlepp, Thermiksuchen und Landungen bleibt kein Auge trocken – außer vielleicht das vom Kameramann, der bei jedem Durchgang ein bisschen mehr Seitenwind abbekommt.

Kurz gesagt: Ein ganz normaler Sonntag bei den Montagsfliegern – viel Spaß, gute Laune, und das typische Motorbrummen der Maule, das man schon vom Weg aus hört.

Also: Zurücklehnen, mitfliegen, Herbststimmung inklusive!

Erster Sprung aus den Wolken für Fallentina

Mitte Juli 2025. Ein lauer Sommertag, wie gemalt für große Träume und kleine Heldinnen. Warm, kaum Wind, der Himmel leicht bewölkt – ideale Bedingungen für ein Ereignis, das unter den Montagsfliegern seit Wochen sehnsüchtig erwartet wurde: der allererste Fallschirmsprung von Fallentina.

Seit Tagen kursierte die Frage, ob sie es wohl wagen – und vor allem schaffen würde. Heute gab es die Antwort. Und was für eine! Fallentina, die kleine, mutige Fallschirmspringerin, sprang tatsächlich aus den Höhen der Wolken, öffnete souverän ihren Schirm und landete sanft am Boden. Der erste Sprung war ein voller Erfolg – und das gleich beim ersten Mal!

Ungläubiges Staunen und erleichterte Freude lagen in der Luft, als sie sicher aufkam. Doch damit nicht genug: Ganze sechsmal ließ sich Fallentina aus dem großen Schlepper von Bernd in die Tiefe fallen – aus bis zu 300 Metern Höhe. Anfangs kaum mehr als ein Punkt am Himmel, entwickelte sich jedes Mal ein kleiner Film aus Mut, Technik und perfekter Ausführung.

Mit „Erster Sprung aus den Wolken“ ist nicht nur dieser Kurzfilm entstanden, sondern auch ein Herzensprojekt erfolgreich umgesetzt worden. Herzlichen Glückwunsch, Ralf, zu diesem gelungenen Projekt – und danke an alle, die diesen Tag zu einem kleinen Kapitel Fluggeschichte bei den Montagsfliegern gemacht haben!

Pilatus B4 F-Schlepp

Dieter stellt stolz seinen Segler Pilatus B4 vor – ein Modell, das ihm inzwischen ans Herz gewachsen ist. Mit Leidenschaft erklärt er die Besonderheiten der Tragflächenkonstruktion und warum gerade dieses Modell für ihn etwas Besonderes ist.

Begleitet von einer kraftvollen Maule als Schleppmaschine hebt der elegante Segler schließlich ab. Gemeinsam steigen die beiden in den Himmel, und es beginnt ein Zusammenspiel aus Technik und Flugkunst.

Ob Schleppflug oder freier Segelgleitflug, Dieter und seine Pilatus B4 zeigen es.

Sprung aus den Wolken – Ripcord

Man könnte meinen, die Montagsflieger bereiten sich auf eine neue Staffel der Fernsehserie Sprung aus den Wolken (Originaltitel: Ripcord, „Reißleine“) aus den ersten 60-er Jahren vor. Begeistert saßen damals Jungen und Mädchen vor den Schwarzweiß-Fernsehern und schauten die halbstündigen Folgen im Vorabendprogramm der ARD.

Die Serie handelt von zwei Fallschirmspringern, Jim und Ted, welche die Fallschirmspringerschule „Ripcord“ betreiben und dem Piloten Chuck Lambert und dessen Flugzeug Old Betsy.

Die Filme zeigen eine Vielzahl von Abenteuern rund um die damals neue Sportart des Fallschirmspringens. Wie bei den Montagsfliegern gerieten die Männer und ihr Flugzeug immer wieder in ungewöhnliche Situationen, wo die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten des Teams gefordert waren.1)

youtube – Alamo YTC Germany

Doch Sprung aus den Wolken hat bei den Montagsfliegern eine zeitgemäße Fortsetzung gefunden: Erstmals stellt sich auch eine Frau den Abenteuern der Gruppe. Im Blickpunkt steht eine detailgetreu gestaltete Modell-Fallschirmspringerfigur, die offenbar kurz vor ihrem ersten richtigen Einsatz steht.

Ihr Sprung soll bald aus einer Motormaschine erfolgen, sobald das Wetter mitspielt. Noch liegt eine dichte Wolkendecke über dem Geschehen, doch bald soll sich der Himmel aufklären, der Wind abflauen und die sommerlichen Temperaturen Einzug halten – ideale Bedingungen für Modellflug-Enthusiasten und die Neue im Team Die Montagsflieger.

Die Fallschirmspringerin, liebevoll gebaut von Montagsflieger Ralf, hat ihr Training bislang in der Garage absolviert.

Nun ist sie startklar, um in die Luft zu gehen – im wörtlichen wie im sprichwörtlichen Sinn.

„Blue Skies and Safe Landings!“

1) https://de.wikipedia.org/wiki/Sprung_aus_den_Wolken_(Fernsehserie)

Nurflügler Huckepack

Der Oktober 2024 steht bei den Montagsfliegern auf den Höhen zwischen Sieg und Hanfbach ganz im Zeichen des Huckepack. Die Wilga von Ralf bringt ein Flugmodell nach dem anderen, festgezurrt auf ihren Schultern in die Höhe.

Heute schauen wir zu, wie der Nurflügler von Bernd in die Höhe gebracht wird und beide Modelle wieder sicher landen. Ja, und dann geht es weiter.

Lucky 2m-Segler Eigenbau Huckepack

Dieter hat heute mehr als nur seinen kleinen Segler Calimero dabei; sein ganzer Stolz: Lucky, ein selbst entworfener und gebauter Segler, der mit seinen eleganten Linien und einer Spannweite von 2 Metern förmlich danach schreit, sich in die Luft zu erheben.

Die Vorbereitungen auf Flugfeld IV laufen. „So! Die nächste Dame! Mit demselben Herrn!“, fordert Andreas auf, der alles in Bild und Ton festhält, während Bernd schon seinen Nurflügel für einen Huckpackflug (demnächst im Video) aus dem Hangar holt.

„Also“, sagt Ralf mit einem Blick auf Lucky, „der ist heute auch noch dran?“ Dieter nickt eifrig. Seine Augen glänzen vor Aufregung, die pure Freude eines Mannes, der sein eigenes Werk zum Leben erwecken will. „Klar doch. Der muss heute auch noch fliegen!“

Die beiden schnallen den 2-Meter-Segler auf den Huckepackaufsatz, jeder Gurt wird straff gezogen, jede Verbindung noch einmal geprüft. Lucky ist größer, eleganter als der kleine Calimero, ein Modell, das die Blicke der Zuschauer auf sich zieht. Der Wanderer, der zuvor das Spektakel aus der Ferne beobachtet hat, nähert sich erneut und sieht fasziniert zu, wie der Segler startklar gemacht wird. Auch die Pferde stehen wieder am Rand der benachbarten Wiese, scheinbar unbeeindruckt von dem erneuten Treiben.

„Bereit?“ Ralf schaut fragend zu Dieter hinüber, die Hand schon am Gashebel der Wilga. „Mehr als bereit“, antwortet Dieter, die Begeisterung in seiner Stimme kaum zu überhören. „Dieses Mal geht’s richtig hoch.“ Die Wilga setzt sich erneut in Bewegung, und wie ein Gespann erheben sich das Flugzeug und Lucky sanft in die Lüfte, höher und höher, bis die Welt unter ihnen kleiner wird.

„Wunderbar“, ruft Dieter. Seine Augen folgen jeder Bewegung des Seglers, der Huckepack mit der Wilga in die Höhe getragen wird. Es ist ein Moment purer Euphorie, eine Bestätigung all der Stunden, die er in dieses Modell gesteckt hat.

Doch am Ende redet Dieter bereits von mehr: „So, wir legen jetzt eine 5-Meter-Maschine auf!“ Ralf lacht. „Eine 5-Meter-Maschine? Ich bin dabei.“

Alle grinsen nur, wissend, dass in der Welt der Modellflieger viel erzählt wird. Wie Jäger oder Angler, die von den größten Trophäen berichten, geht es auch hier mal mehr um Träume als um die Realität.

Aber heute, in der klaren, angenehmen Herbstluft, scheint nichts unmöglich.

Calimero – Huckepack

Dieter steht am Rand von Flugfeld IV, sein Blick fest auf den kleinen Calimero gerichtet, den er gerade auf den Huckepackaufsatz der Wilga gelegt hat. Der Segler, mit einer Spannweite von gerade mal 1000 Millimetern, wirkt zierlich im Vergleich zur mächtigen Wilga. Doch Dieter vertraut auf das robuste Flugzeug – und auf den Aufsatz, den er und Ralf mit einigen Stunden Arbeit zu diesem Moment gebracht haben. Sorgfältig schnallen Ralf und Bernd den Segler fest, jede Bewegung sitzt, jede Schraube wird noch einmal geprüft. Es gibt keinen Platz für Fehler.

„Alles fest?“, fragt Ralf, als er den Motor der Wilga startet. Dieter nickt, schaut noch einmal prüfend nach oben. Ja, alles ist bereit. Gerade in diesem Moment taucht eine Frau mit zwei Pferden am Rand des Feldes auf. Sie beobachtet neugierig das Geschehen, während die Pferde unruhig die Ohren spitzen. „Die sollen sich an die Modellflugzeuge gewöhnen“, sagt sie lächelnd. Doch jetzt zählt nur noch der Flug.

Die Wilga hebt ab, der Calimero auf ihrem Rücken. Das Flugzeug steigt stetig, scheinbar mühelos. Die Wolken sind dicht, der Wind schiebt das Flugzeug sanft, die Modelle zeigen sich im Gegenlicht der Sonne nur noch als Silhouetten.

Ralf wirft einen kurzen Blick zu Dieter, der neben ihm in die Höhe starrt, als ob er das Flugzeug nur mit seinen Gedanken steuern könnte. „Ich werf dich jetzt ab“, meint Ralf, die Hand am Schalter. Doch Dieter, dessen Augen die Höhen sehnsüchtig fixieren, schüttelt schnell den Kopf.

„Warum denn? Das ist doch noch keine Höhe!“ Dieters Stimme ist entschlossen, fast fordernd. Er will den Himmel, er will den Wind, und er will weit hinauf. Die Wilga steigt weiter, kämpft sich höher und höher durch die Luftschichten, während der kleine Segler auf ihrem Rücken ruhig verharrt, als würde er sich nur noch auf den Moment des Loslassens vorbereiten. „Ich seh den kaum noch“, murmelt Dieter, die Augen zusammengekniffen gegen das Grau des Himmels. Der Calimero ist fast nur noch ein Punkt, weit entfernt, kaum auszumachen in der Höhe.

„Wo bin ich denn? Ach da…“ Er stutzt, blinzelt. „Worum fliegt der denn jetzt? Auf dem Kopf oder was? Viel zu hoch.“ „Das hab ich doch gesagt. Du wolltest doch so hoch!“

Dieter lacht entspannt, die Wilga landet und Calimero auch irgendwann.

LT200 Flex – Huckepack unter den Wolken

Ein Sonntagnachmittag im Oktober 2024. Der Himmel ist schwer von Wolken, grau und träge, während der Wind aus Süd-Ost weht. Spannung liegt in der Luft, unsichtbar, aber greifbar, denn heute wird es sich entscheiden: Wird der neue Huckepackaufsatz für die Black Horse Wilga halten, was sich Ralf und Dieter von ihrer Gemeinschaftarbeit erhoffen?

Auf dem Flugfeld IV herrscht reges Treiben. Der LT200 Flex, ein Holzbaukastenmodell von Aeronaut wird sorgsam für den Huckepackflug auf der Wilga vorbereitet, jede Bewegung präzise, jede Schnalle geprüft. Die beiden Männer, tief in ihrem Element, wissen genau, was sie tun. Die beiden Flugzeuge sind mehr als nur Technik – sie sind ein Stück Freiheit, eine Verheißung auf ein Abenteuer, das gerade erst beginnt. Ein Wanderer, der zufällig vorbeikommt, bleibt stehen. Sein Blick ist neugierig, er weiß noch nicht, was gleich passieren wird. Aber er spürt, dass es etwas Besonderes ist und will es festhalten.

Ralf und Georg, die beiden Piloten, wechseln letzte Worte. Kurze, präzise Absprachen – mehr ist nicht nötig, denn beide verstehen sich wortlos. Die Wilga steht zum Start bereit, der Huckepackaufsatz fest montiert, der LT200 Flex sicher aufgelegt. Ralf schließt die Augen für einen Moment, spürt den Wind auf der Haut, den Rhythmus der Natur – dann gibt er das Zeichen. Der Motor der Wilga läuft an, der Propeller rotiert, die Maschine vibriert und setzt sich in Bewegung unter den wachsamen Augen der Piloten und Zuschauer.

Mit einem leichten Ruck erhebt sich die Wilga. Huckepack trägt sie den LT200 Flex mit sich empor, wie ein schwereloses Wesen, das den Gesetzen der Schwerkraft trotzt. Die Wolken scheinen näher zu kommen, als das Flugzeug in die Höhe steigt, auf Kurs zu den Wolken am Himmel. Andreas, der Kameramann, verfolgt das Spektakel auf dem Display der GoPro, während er kommentiert, als wolle er das Bild mit seinen Worten festhalten.

Der Wanderer folgt dem Flug mit seinen Augen und ist fasziniert. Ralf und Georg sind ganz in den gemeinsamen Steigflug versunken. Der Huckepackflug verläuft ruhig, fast lautlos in der Ferne, während das Rauschen des Windes die Anspannung des Tages mit sich trägt. Der Erfolg oder Misserfolg dieser Mission hängt von jedem Handgriff ab.

Hoch oben, nicht fern von den Wolken wird sich zeigen, ob sich der Bau des Huckpackaufsatzes nicht nur für Ralf und Dieter, sondern für alle Montagsflieger und Interessierte gelohnt hat.

Aber für jetzt, im Moment des Aufstiegs, scheint alles möglich.

F-Schlepp mit der Maule und drei Seglern

Es ist Anfang September, der Himmel wolkenlos, das Thermometer zeigt 30o C, es weht ein Wind mit zunehmend starken Böen. Ein Sonnenschutz ist aufgebaut. Am Rand der beiden Start- und Landebahnen auf Flugfeld II stehen die Schleppmaschine Maul M7 GB und drei Segler, die Ka8b, die ASW 20 und 27.

Die Aufgaben sind wechselnd klar verteilt, Schleppmaschine, Segler, Video.

Drei Montagsflieger, Ralf, Dieter und Georg genießen einen wunderschönen, erholsamen Nachmittag und lassen auch von oben dabei sein.