Weihe 50 – Post aus der Schweiz

Modellfluggruppe Münchenbuchsee begeistert vom Projekt Weihe 50 – Manchmal entstehen Freundschaften genau dort, wo gemeinsame Leidenschaft auf offene Herzen trifft. So auch in diesem Fall. Vor wenigen Tagen erhielten wir wieder Post aus der Schweiz – genauer gesagt von Res Dauwalder von der Modellfluggruppe Münchenbuchsee. Res ist nicht nur aktives Vereinsmitglied, sondern auch Autor in der bekannten Fachzeitschrift FMT, was die Freude über seine Nachricht umso größer macht.

Bereits das Titelblatt der zugesandten Vereinsnews weckt Neugier: „50 Jahre Modellfluggruppe Münchenbuchsee“. Und beim Durchblättern wird schnell klar, dass hier ein Verein lebt, der Begeisterung für den Modellflug nicht nur pflegt, sondern aktiv vorlebt. Man spürt Engagement, Herzlichkeit und eine moderne, zukunftsorientierte Ausrichtung – ein Umfeld, in dem sich ganz offensichtlich auch Frauen wohlfühlen.

Wir sind froh – ja, vielleicht sogar ein bisschen stolz – auf diesen freundschaftlichen Kontakt zu unseren Schweizer Modellflugkollegen.

Die Weihe 50 reist ins Berner Oberlandwie alles begann

Das Projekt fand schnell Anklang bei den Schweizer Modellfliegern. Es folgte ein erster Austausch, aus dem sich bald eine lebendige und herzliche Modellfliegerfreundschaft entwickelte – grenzüberschreitend, unkompliziert und getragen von derselben Faszination für historische, eher kleine Segelflugmodelle.

Schweizer Präzision trifft rheinische Begeisterung – Die Weihe 50 gefiel den Kollegen aus Münchenbuchsee so sehr, dass man dort beschloss: „Das wäre auch etwas für uns!“ Und wie man es aus der Schweiz kennt, ging man das Vorhaben mit beeindruckender Präzision an – fast schon wie ein feingetaktetes Uhrwerk. Wir unterstützten, wo wir konnten: mit der 3D-Konstruktion des Rumpfes, den STL-Dateien, unseren Bauerfahrungen, und der geteilten Begeisterung über die hervorragenden Flugeigenschaften der gebauten Modelle – sowohl mit als auch ohne Querruder. In Münchenbuchsee wird aktuell fleißig gebaut, und auch wenn die Schweizer Weihe 50 noch nicht abgehoben hat, sind wir sicher und freuen uns darauf: Im neuen Jahr 2026 wird sie ihre ersten Runden vor beeindruckender Kulisse im Kanton Bern drehen.

Auszug Vereinsnews www.mgmu.ch

All dies hat Res Dauwalder ausführlich in seinen „News aus Münchenbuchsee, Dezember 2025“ festgehalten – reich bebildert, informativ und mit einem klaren Versprechen: Er wird weiter berichten! Wir freuen uns sehr über diesen Austausch und sind gespannt, wie sich unser gemeinsames Projekt weiterentwickelt. Vielleicht kommt es 2026 ja zu einem Treffen – mit zwei Weihen 50 am Himmel, rheinländisch und eidgenössisch vereint.

Informationen über die

Modellfluggruppe Münchenbuchsee

finden sich auf ihrer Website

https://www.mgmu.ch/


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3D-Druck GEOlino 1200 #6 Gleitversuche

Erfolgreiche Gleitversuche mit dem Eigenbau-Segler GEOlino

Nach dem erfolgreichen Erstflug des Nachbaus der Graupner Weihe50 am Sonntag, den 02. Februar 2025, ging es trotz kalter Temperaturen und leichtem Ostwind unter blauem Himmel mit den ersten Gleitversuchen des neuen Prototyps GEOlino 1200 weiter. GEOlino ist ein handlicher Segler in Eigenbauweise mit einer Spannweite von 1200 mm.

Das Modell wurde mithilfe der CAD-Software Fusion 360 als 3D-Modell entworfen. Die Einzelteile des Rumpfes, der Tragflächen und Ruder wurden dankenswerterweise von Udo gedruckt. Die Tragflächen basieren auf einem bewährten Clark-Y-Profil, das für gute Gleitflugeigenschaften sorgt. Der Bau ist hier in mehreren Teilen dokumentiert.

Die ersten Gleitversuche im Team Bernd und Georg verliefen vielversprechend und erfüllten die Erwartungen an den Prototypen. Auf der Basis der gewonnenen Erfahrungen wird die Konstruktion weiter entwickelt, optimiert. Konkret geplant sind eine größere Flächenauflage am Rumpf, eine Verstärkung des Cockpitrandes sowie eine Verstärkung der Dämpfungsfläche des Höhenruders, um die Stabilität weiter zu verbessern.

Mit diesen Anpassungen geht GEOlino in die nächste Entwicklungsstufe. Die bisherigen im Video dokumentierten Tests stimmen zuversichtlich, dass der Segler nach den geplanten Modifikationen noch bessere Flugeigenschaften aufweisen wird.

Projekt Weihe50 #23 Erstflug

Weihe 50 – Ein Oldtimersegler gleitet zum ersten Mal!

Nachbau der Graupner Weihe50 von 1964 allerdings mit Eigenbau GFK-Rumpf.

Sonntag, 02. Februar 2025, nachmittags ist es endlich soweit! Der originalnahe Nachbau der Weihe 50 der Firma Graupner aus den 60er Jahren hat seinen ersten Flug. Bei sonnigem, aber kaltem Wetter mit leichtem Ostwind kann der Segler seine eleganten Linien aus der Hand von Bernd in die Luft bringen. Ein echtes Highlight für alle Liebhaber klassischer Modellflugzeuge!

Ein Hingucker mit GFK-Rumpf von Bernd, Udo und Georg, die dieses Gemeinschaftsprojekt mit viel Hingabe und Leidenschaft umgesetzt haben.

Der Erstflug war ein voller Erfolg – seht selbst!

3D-Druck GEOlino 1200 #5

GEOlino 1200, der mit 1.200 mm Spannweite handliche Immer-Dabei-Segler, der Prototyp des Gemeinschaftsprojekts ist startklar. Die Einzelteile sind zusammengebaut, Höhen- und Seitenruder sind steuerbar, das Cockpit unter der schwarzen Haube hat die für den Flug erforderliche Elektronik aufgenommen. Das Modell ist ausgewogen. Die farbliche Gestaltung ist zurückgestellt; das Modell soll sich zunächst dem hoffentlich erfolgreichen Erstflug stellen, sobald die Rahmenbedingungen, insbesondere das Wetter passen.

3D-Druck Projekt GEOlino 1200 #4

Das 3D-Druck Gemeinschaftsprojekt von Georg und Udo des Immer-Dabei-Seglers GEOlino mit einer Spannweite von 1.200 mm ist auf der Zielgeraden, zumindest was den Prototyp für einen Erstflug betrifft.

Alle Einzelteile sind mit Autodesk Fusion 360 konstruiert, gedruckt, angepasst und bis auf die Flächenteile geklebt. Weitere für den Bau erforderliche Einzelteile sind beim Modellbaufachhandel, im Ladengeschäft vor Ort beschafft: u.a. 6mm Kohlerohr, 2mm Bowdenzüge, 0,8mm Stahldrähte, Sekundenkleber, zwei 5g Servos

Flächenteile, ClarkY-Profil, 140 mm Flächentiefe an der Wurzel

Höhenruder

Seitenruder und Höhenruder

Die Cockpithaube ist an das Rumpfboot angepasst. Das 6mm Rumpf-Kohlerohr und zwei 2mm Bowdenzüge für die Rudersteuerung mittels 0,8mm Stahldaht sind eingeklebt. Servobrettchen und zwei 5g-Servos sind eingebaut.

Projekt Weihe 50 #16

Wir werfen einen Blick auf den aktuellen Stand des Gemeinschaftsprojekts von Bernd, Georg und Udo, dem Nachbau einer Graupner Weihe 50.

Montagsflieger Bernd erzählt: „Es war ein gutes Stück Arbeit, bis ich den heutigen Stand erreichen konnte. Es waren ca. 35 Arbeitsstunden in den Formenbau zu investieren. So war die Silhouette, der Formenrand (zweimal) zu fertigen. Im ersten Abschnitt wurde die erste Formenhälfte in Angriff genommen und das Urmodell in die Silhouette eingepasst und mit Polyester- Feinspachtel die Fuge erstellt.

Der Rahmen wurde erstellt und ebenfalls mit Feinspachtel verklebt. Dann habe ich siebenmal Trennwachs eingebracht und zwischenzeitlich immer wieder poliert. Ich habe noch Folientrennmittel (PVA-Lack) aufgetragen und das Ganze 24 Stunden trocknen lassen.

Später habe ich das schwarze Formenharz sorgfältig aufgetragen und bei ca. 25°C ca. 2 Stunden angelieren lassen. Dann kam die Kupplungsschicht, einem Gemisch aus aus R&G Epoxydharz, Glasfaserschnitzeln und Baumwollflocken, welche mit mehreren Lagen Glasgewebe mit Epoxy verstärkt wurde. Die 4 Zentrierstifte und die Gegenplatten für die Ausdrückschrauben (Rundmagnete) habe ich dabei besonders sorgfältig mit Mumpe bedacht. Der Rest bis zum oberen Formenrand habe ich dann mit einem trockenen Quarzsand- Epoxy-Gemisch aufgefüllt und nach beendeter Arbeit 48 Stunden im Heizungsraum bei ca. 20°C aushärten lassen.

Nach dem Aushärten  habe ich die Formumrandung und die Silhouette, sowie die Basisplatte mit dem Hammer entfernt und danach die Oberflächen gesäubert, eine neue Umrandung für die zweite Formenhälfte angebracht und Trennwachs und Folientrennmittel wie bei der ersten Formenhälfte aufgebracht. Das Urmodell verblieb komplett in der ersten Formenhälfte.

Der Aufbau der zweiten Formenhälfte war dann so wie bei der ersten Formenhälfte.

Das Ganze habe ich aushärten lassen und anschließend die Formenhälften getrennt. Bei der Entformung des Urmodells habe ich das Teil leider in drei Teile zerlegt, es ging leider nicht anders, obwohl das Teil doch sooooo viel Arbeit gemacht hatte.

Die Bauabschnitte habe ich mit dem Handy festgehalten.

Die Negativform ist nach meiner Ansicht sehr gut gelungen, die ersten Rümpfe werden es zeigen. Nun muß ich die Formen mindestens 6-7 mal mit Trennwachs und einmal mit Folientrennmittel behandeln, um dann mal den ersten Rumpf einlegen zu können.

3D-Druck Projekt GEOlino Segler 1200mm #1

GEOlino ist das Gemeinschaftsprojekt Winterhalbjahr 2024/2025 von Georg (Konstruktion) und Udo (3D-Druck) eines Seglers mit einer Spannweite von 1200mm. Gesteuert wird das Zweckmodell mit Höhen- und Seitenruder, also über zwei Achsen.

GEOlino kann um Flächen mit einer Tiefe von 140mm und Leitwerken in den drei Varianten

  • Einfach – 3D-Druckdateien
  • Schnell – Depron, KFm-Profil
  • Klassik – Balsaholz

aufgebaut werden.

Für den Rumpf werden die hier später für nichtkommerzielle Zwecke zum kostenlosen Download angebotenen 3D-Druckdateien benötigt

  • Rumpfboot – drei Teile
  • Servobrettchen
  • Cockpithaube
  • Ruderauflage
3D-Druck Modellteile GEOlino

zusätzlich

  • ein 6mm Kohlerohr, 500mm lang
  • zwei 2mm Bowdenzüge, 500mm lang
  • zwei 0,8 Stahldrähte
  • zwei 3mm Kohle- bzw. Buchenstab, 50mm lang
  • Elektroteile
  • Kleinteile
  • Sekundenkleber

3D Fusion 360 Zebra-Analyse

Der Rumpf ist so konstruiert, dass er in drei Teilen und einem Servobrettchen gedruckt wird. Die Stärke der Aussenwand, des Zwischenbodens, des Servobrettchens mit Ausschnitten für 5g-Servos, SUMO 1143HB digital oder vergleichbar, liegt bei o,8mm. Die Bohrungen für den Stab der vorderen Flächenhalterung mit Gummi sind auf das Doppelte der Wandstärke verstärkt.

Fusion 360 Schnittanalysen drei Seiten

Die drei Teile des Rumpfbootes werden zusammengefügt, ausgerichtet und anschließend mit Sekundenkleber verklebt. Angeformte kleine Nasen am Mittelteil, eingestecktes Kohlerohr erleichtern das Ausrichten der Einzelteile. Das Kohlerohr wird in die Druckteile soweit eingeschoben, dass der gesamte Rumpf eine Länge von 770mm hat und mit dem Rumpfboot verklebt. Das Servobrettchen wird eingeklebt.

Als Verschluss der Cockpithaube wird mittig der Haube in Richtung Längsachse ein Kohlestab, der nach vorne und hinten etwas hinausragt mit 5-Minuten Epoxy eingeklebt und nach Aushärten später unter die Aussenwand des Rumpfes vor- und zurück geschoben, damit er in den Rumpf beidseitig greift und die Haube hält.

Die Höhenruderauflage wird auf das Rumpfkohlerohr (6mm) geschoben, hinten bündig mit dem Rohr abschließend, ausgrichtet und später verklebt. Gesamte Rumpflänge 770mm.

Video Fusion 360 3D-Konstruktion GEOlino Einzelteile und Schnittanalyse

Projekt Weihe 50 #15

Es wird den Kenner nicht erstaunen, daß Bernd nach der Übernahme des 3D gedruckten Rumpfes der Weihe 50 von Udo aus gleich nach Hause gefahren ist, sich mit allem Eifer in seinen Bastelkeller begeben hat, um dort mit viel Sachkunde und geschickter Hand das Gemeinschaftsprojekt zielgerichtet weiterzuführen.

Sonntag, den 27.Oktober 2024, ein Basteltag bei „üsseligem“ Wetter, schließt Bernd mit den Worten ab: „Nun, ich war an diesem Wochenende nicht ganz untätig und habe mich den Vorbereitungen zum Formenbau gewidmet. Das Ganze ist recht aufwändig und muss natürlich auch passgenau erfolgen, sonst stimmt die Lage der Trennebene nicht und man kann dann im Endeffekt die ganze Form vergessen.

Diese Vorarbeiten habe ich mit noch unlackiertem Rumpf gemacht, da erfahrungsgemäß die Lackoberfläche bei diesen Vorarbeiten doch verkratzt werden kann. Die Dicke des Lackauftrags ist unerheblich.

Die Kabinenhaube habe ich schon 2-mal mit Füller gespritzt und geschliffen und dann einen roten Decklack final aufgebracht und die Formumrandung zugeschnitten und verklebt. Nun muß das Ganze nur noch durchhärten, dann kann ich mehrmals Trennwachs und final das Folientrennmittel aufbringen. Erst danach kommt dann das Formenharz, die Epoxy- Glasfaserschnitzel- Kupplungsschicht, etwas Glasmatte und zum Schluß das Sand-Epoxydharz-Gemisch als krönender Abschluß.

Von den Vorbereitungen für die Rumpfform habe ich ein paar Fotos gemacht.“

LT200 Flex – Huckepack unter den Wolken

Ein Sonntagnachmittag im Oktober 2024. Der Himmel ist schwer von Wolken, grau und träge, während der Wind aus Süd-Ost weht. Spannung liegt in der Luft, unsichtbar, aber greifbar, denn heute wird es sich entscheiden: Wird der neue Huckepackaufsatz für die Black Horse Wilga halten, was sich Ralf und Dieter von ihrer Gemeinschaftarbeit erhoffen?

Auf dem Flugfeld IV herrscht reges Treiben. Der LT200 Flex, ein Holzbaukastenmodell von Aeronaut wird sorgsam für den Huckepackflug auf der Wilga vorbereitet, jede Bewegung präzise, jede Schnalle geprüft. Die beiden Männer, tief in ihrem Element, wissen genau, was sie tun. Die beiden Flugzeuge sind mehr als nur Technik – sie sind ein Stück Freiheit, eine Verheißung auf ein Abenteuer, das gerade erst beginnt. Ein Wanderer, der zufällig vorbeikommt, bleibt stehen. Sein Blick ist neugierig, er weiß noch nicht, was gleich passieren wird. Aber er spürt, dass es etwas Besonderes ist und will es festhalten.

Ralf und Georg, die beiden Piloten, wechseln letzte Worte. Kurze, präzise Absprachen – mehr ist nicht nötig, denn beide verstehen sich wortlos. Die Wilga steht zum Start bereit, der Huckepackaufsatz fest montiert, der LT200 Flex sicher aufgelegt. Ralf schließt die Augen für einen Moment, spürt den Wind auf der Haut, den Rhythmus der Natur – dann gibt er das Zeichen. Der Motor der Wilga läuft an, der Propeller rotiert, die Maschine vibriert und setzt sich in Bewegung unter den wachsamen Augen der Piloten und Zuschauer.

Mit einem leichten Ruck erhebt sich die Wilga. Huckepack trägt sie den LT200 Flex mit sich empor, wie ein schwereloses Wesen, das den Gesetzen der Schwerkraft trotzt. Die Wolken scheinen näher zu kommen, als das Flugzeug in die Höhe steigt, auf Kurs zu den Wolken am Himmel. Andreas, der Kameramann, verfolgt das Spektakel auf dem Display der GoPro, während er kommentiert, als wolle er das Bild mit seinen Worten festhalten.

Der Wanderer folgt dem Flug mit seinen Augen und ist fasziniert. Ralf und Georg sind ganz in den gemeinsamen Steigflug versunken. Der Huckepackflug verläuft ruhig, fast lautlos in der Ferne, während das Rauschen des Windes die Anspannung des Tages mit sich trägt. Der Erfolg oder Misserfolg dieser Mission hängt von jedem Handgriff ab.

Hoch oben, nicht fern von den Wolken wird sich zeigen, ob sich der Bau des Huckpackaufsatzes nicht nur für Ralf und Dieter, sondern für alle Montagsflieger und Interessierte gelohnt hat.

Aber für jetzt, im Moment des Aufstiegs, scheint alles möglich.