Freundschaft über die Grenzen

Im Rahmen unseres Projekts „Nachbau einer Graupner Weihe 50“ hat sich seit vergangenem Jahr eine herzliche Brieffreundschaft mit den Modellflugfreunden der Modellfluggruppe Münchenbuchsee (Schweiz) entwickelt. Dort schlägt das Herz besonders für kleine Modelle im Eigenbau – eine Leidenschaft, die uns verbindet.

Modellbauer und -flieger Res gibt regelmäßig eine lesenswerte Vereinszeitschrift heraus, deren neueste Ausgabe uns kürzlich erreicht hat.

Ein Bericht und ein Video über einen Massenstart auf der Elsigenalp – das macht Lust auf mehr!

👉 Reinschauen lohnt sich: www.mgmu.ch

Fallentina – Sprung aus den Wolken

Ein Abenteuer unter den Wolken – und eine Hommage an die Freiheit.

Ein neues Video sorgt für Herzklopfen und Gänsehaut: Es erzählt von einem atemberaubenden Abenteuer, das Fernegierscheidt weit über seine Grenzen hinaus bekannt machen dürfte.

Aus diesem Örtchen bei Hennef steht heute die mutige junge Frau Fallentina bei den Montagsfliegern im Mittelpunkt. Unterstützt wird Fallentinas spektakuläres Vorhaben von ihrem Flugpartner Ralf, Montagsflieger – und ein Meister an der Fernsteuerung. Mit nichts als einem Fallschirm auf dem Rücken und einer gewaltigen Portion Entschlossenheit steigt Fallentina in luftige Höhen – getragen vom zuverlässigen „Großen Schlepper“ des passionierten Montagsfliegers Bernd. Die Kamera fängt die letzten Minuten am Boden ein, bevor es ernst wird: prüfende Blicke, routinierte Handgriffe, stille Anspannung. Alles ist vorbereitet – sogar für den schlimmsten denkbaren Fall.

Dann hebt das Gespann ab. Hunderte Meter über dem Boden, von der Welt darunter kaum noch wahrnehmbar, kommt der Moment, in dem Fallentina aus den Wolken fällt. Die Stille wird durchbrochen vom Rauschen des Windes, die Spannung steigt ins Unermessliche: Wird sich der Fallschirm öffnen?

Die Antwort liefert das Video – dramatisch, emotional und voller Bewunderung für diese außergewöhnliche Frau, die sich traut, loszulassen. Ein Film, der nicht nur den freien Fall dokumentiert, sondern auch den Mut, den es braucht, um sich seinen Ängsten zu stellen.

Erster Sprung aus den Wolken für Fallentina

Mitte Juli 2025. Ein lauer Sommertag, wie gemalt für große Träume und kleine Heldinnen. Warm, kaum Wind, der Himmel leicht bewölkt – ideale Bedingungen für ein Ereignis, das unter den Montagsfliegern seit Wochen sehnsüchtig erwartet wurde: der allererste Fallschirmsprung von Fallentina.

Seit Tagen kursierte die Frage, ob sie es wohl wagen – und vor allem schaffen würde. Heute gab es die Antwort. Und was für eine! Fallentina, die kleine, mutige Fallschirmspringerin, sprang tatsächlich aus den Höhen der Wolken, öffnete souverän ihren Schirm und landete sanft am Boden. Der erste Sprung war ein voller Erfolg – und das gleich beim ersten Mal!

Ungläubiges Staunen und erleichterte Freude lagen in der Luft, als sie sicher aufkam. Doch damit nicht genug: Ganze sechsmal ließ sich Fallentina aus dem großen Schlepper von Bernd in die Tiefe fallen – aus bis zu 300 Metern Höhe. Anfangs kaum mehr als ein Punkt am Himmel, entwickelte sich jedes Mal ein kleiner Film aus Mut, Technik und perfekter Ausführung.

Mit „Erster Sprung aus den Wolken“ ist nicht nur dieser Kurzfilm entstanden, sondern auch ein Herzensprojekt erfolgreich umgesetzt worden. Herzlichen Glückwunsch, Ralf, zu diesem gelungenen Projekt – und danke an alle, die diesen Tag zu einem kleinen Kapitel Fluggeschichte bei den Montagsfliegern gemacht haben!

Der große Schlepper ist zurück

Nach längerer Standzeit im Hangar ist Bernds Eigenbau, der „große Schlepper“, wieder regelmäßig in der Luft zu sehen. Das robuste Motormodell hat sich als echter Allrounder erwiesen – vielseitig, kraftvoll und durchdacht konstruiert. Mit einer Spannweite von 2,30 Metern und einem Abfluggewicht von rund 5 kg ist der Schlepper nicht nur optisch eindrucksvoll, sondern auch technisch bestens ausgestattet.

Herzstück des Antriebs ist ein kräftiger Reisenauer Motor mit 1:4 Getriebe, der von einem 6s-Lipo gespeist wird und einen 18×12 Fiala Propeller antreibt – eine leistungsstarke Kombination, die souveräne Schleppeinsätze und dynamischen Flug ermöglicht. Die integrierte Schleppkupplung erlaubt präzise F-Schlepps, während ein eigens entwickelter 3D-Druck-Aufsatz für den Huckepackstart von Seglern zusätzliche Vielseitigkeit bietet.

Neu hinzugekommen ist eine Abwurfvorrichtung für einen Fallschirmspringer – ebenfalls in Eigenkonstruktion umgesetzt. Damit erweitert sich das Einsatzspektrum des Schleppers um eine spannende Funktion und macht das Modell zu etwas Besonderem.

Mit seinem durchdachten Aufbau, der cleveren Technik und seiner beeindruckenden Leistungsfähigkeit zeigt der große Schlepper einmal mehr, was mit Eigenbau und Leidenschaft im Modellflug möglich ist – ein echtes Multitalent am Himmel.

Pilatus B4 F-Schlepp

Dieter stellt stolz seinen Segler Pilatus B4 vor – ein Modell, das ihm inzwischen ans Herz gewachsen ist. Mit Leidenschaft erklärt er die Besonderheiten der Tragflächenkonstruktion und warum gerade dieses Modell für ihn etwas Besonderes ist.

Begleitet von einer kraftvollen Maule als Schleppmaschine hebt der elegante Segler schließlich ab. Gemeinsam steigen die beiden in den Himmel, und es beginnt ein Zusammenspiel aus Technik und Flugkunst.

Ob Schleppflug oder freier Segelgleitflug, Dieter und seine Pilatus B4 zeigen es.

F-Schlepp einer betagten Ka8b von Parkzone

Oldtimer im Einsatz – eine Ka8b von Parkzone, gezogen von einer Schleppmaschine Marke Eigenbau. Beide Modelle haben schon einige Jahre auf dem Buckel, doch sie bilden immer noch ein perfekt eingespieltes Team.

Bei bestem Juniwetter steigen sie zuverlässig in den wolkenlosen Himmel auf – ein herrlicher Anblick für alle Liebhaber des klassischen Modellflugs. Die Ka8b gleitet dabei mit nostalgischem Charme durch die Thermik, bevor sie in einer butterweichen Landung sicher zurückkehrt.

Modelle:
– Ka8b von Parkzone
– Eigenbau-Schlepper

Weihe 50 – Ein Klassiker neu interpretiert

Wir präsentieren den Nachbau eines echten Klassikers: der Weihe 50, einem Segelflugzeugmodell, das ursprünglich in den 1960er Jahren von der Firma Graupner angeboten wurde. Das Modell wurde im Rahmen eines Winterprojekts von Udo, Bernd und Georg liebevoll neu konstruiert und gebaut.

Die moderne Interpretation kombiniert klassische Linien mit heutiger Technik: Der Rumpf besteht aus GFK und wurde mit Fusion 360 in 3D konstruiert. Ein gedrucktes Urmodell diente anschließend zur Erstellung der GFK-Form.

Besonders eindrucksvoll: Im Video wird die Weihe 50 im Huckepackverfahren auf einer Motormaschine in die Luft gebracht – ein spektakulärer Start, der die Präzision und Eleganz des Modells eindrucksvoll zur Geltung bringt.

Bei den Montagsfliegern ist das Modell in zwei Varianten im Einsatz – mit und ohne Querruder – und sorgt bei jedem Flug für Aufsehen.

Mehr zum Projekt, inklusive zahlreicher Bilder, Videos und Hintergrundinformationen, finden Sie in der umfangreichen Dokumentation direkt hier auf der Website.

Erstflug mit Kohlensäure – Freiflugmodell

Ein Muss für Technikfans, RC-Enthusiasten und alle, die ungewöhnliche Antriebe faszinieren. Jetzt reinschauen, staunen – und abheben!

Mitte Juni 2025 – vom Freiflugmodell zum RC-Abenteuer. Bei strahlendem Sommerwetter, lockeren Wolken und kaum Wind ist es endlich so weit: Der umgebaute Klassiker hebt ab! In diesem Video begleiten wir Montagsflieger Bernd bei einem ganz besonderen Projekt. Aus einem ehemaligen Freiflugmodell hat er ein ferngesteuertes RC-Flugzeug gebaut – inklusive innovativem Kohlensäure-Antrieb.

Bevor der eigentliche Erstflug startet, werfen wir noch einmal einen Blick zurück auf die ersten Gleitversuche, die vor einigen Wochen stattfanden. Danach wird es spannend: Der CO₂-Tank wird gefüllt, der Motor vorbereitet – und gleich beim ersten Startversuch gibt es eine unerwartete Überraschung…

Sprung aus den Wolken – Ripcord

Man könnte meinen, die Montagsflieger bereiten sich auf eine neue Staffel der Fernsehserie Sprung aus den Wolken (Originaltitel: Ripcord, „Reißleine“) aus den ersten 60-er Jahren vor. Begeistert saßen damals Jungen und Mädchen vor den Schwarzweiß-Fernsehern und schauten die halbstündigen Folgen im Vorabendprogramm der ARD.

Die Serie handelt von zwei Fallschirmspringern, Jim und Ted, welche die Fallschirmspringerschule „Ripcord“ betreiben und dem Piloten Chuck Lambert und dessen Flugzeug Old Betsy.

Die Filme zeigen eine Vielzahl von Abenteuern rund um die damals neue Sportart des Fallschirmspringens. Wie bei den Montagsfliegern gerieten die Männer und ihr Flugzeug immer wieder in ungewöhnliche Situationen, wo die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten des Teams gefordert waren.1)

youtube – Alamo YTC Germany

Doch Sprung aus den Wolken hat bei den Montagsfliegern eine zeitgemäße Fortsetzung gefunden: Erstmals stellt sich auch eine Frau den Abenteuern der Gruppe. Im Blickpunkt steht eine detailgetreu gestaltete Modell-Fallschirmspringerfigur, die offenbar kurz vor ihrem ersten richtigen Einsatz steht.

Ihr Sprung soll bald aus einer Motormaschine erfolgen, sobald das Wetter mitspielt. Noch liegt eine dichte Wolkendecke über dem Geschehen, doch bald soll sich der Himmel aufklären, der Wind abflauen und die sommerlichen Temperaturen Einzug halten – ideale Bedingungen für Modellflug-Enthusiasten und die Neue im Team Die Montagsflieger.

Die Fallschirmspringerin, liebevoll gebaut von Montagsflieger Ralf, hat ihr Training bislang in der Garage absolviert.

Nun ist sie startklar, um in die Luft zu gehen – im wörtlichen wie im sprichwörtlichen Sinn.

„Blue Skies and Safe Landings!“

1) https://de.wikipedia.org/wiki/Sprung_aus_den_Wolken_(Fernsehserie)

Technik, Tücken und Improvisation

Eine faszinierende Variante des Modellflugs: der sogenannten Huckepackstart. Dabei trägt eine motorisierte Modellmaschine einen Segelflieger auf dem Rücken – gehalten von zwei straff gespannten Gummibändern. Ziel ist es, dass das Gespann gemeinsam in die Höhe steigt, bis die Gummis per Fernsteuerung gelöst werden und der Segler in den freien Flug übergeht.

Doch wie so oft steckt der Teufel im Detail: Die Technik muss einwandfrei funktionieren, denn bereits ein einzelnes klemmendes Gummi kann gefährlich werden. Löst sich nur eines der beiden Bänder, gerät das Gespann ins Trudeln – das Flugverhalten wird unkontrollierbar. Im Video wird genau dieses Risiko thematisiert. Besonders heikel: Es besteht die Gefahr, dass eines der Gummibänder beim Start in den Spalt der Wölbklappen des Seglers rutscht. In diesem Fall kann der Segler nicht mehr sauber freigegeben werden.

Trotz der technischen Herausforderung wird an diesem Tag nicht auf den Start verzichtet. Eine provisorische Lösung – improvisiert, aber funktional – ermöglicht schließlich doch noch einen erfolgreichen Flug.

Das Video gibt einen Einblick in die Herausforderungen und Faszination des Modellflugs, bei dem neben Präzision auch Erfindungsgeist gefragt ist.