Nach dem Hitzewochenende ziehen in der Nacht zu Montag von Holland und Belgien kommend Gewitter, Blitze, Donner übers Land. Den ganzen Morgen über bis weit nach Mittag bringen dicke Wolken den lang erhofften Regen und kühlere Luft.
Es scheint, als wären die Wettergötter, der Regenmann heute der Natur wohl gesonnen; an Modellflug ist nicht zu denken.
Am späten Nachmittag lockert läßt der Regen nach, es lockert auf, Sonnenstrahlen kitzeln die Nase.
Motte und Rabe – Hitzewochenende auf Flugwiese V – ein Gespräch unter Freunden #36
„Du Rabe?“ „Ja?“ “ Das war ja ein verdammt heißes Wochenende hier im Rheinland, 37 Grad Celsius.“ „Das kannst Du wohl sagen. Ich bin mit meinem Onkel Wilhelm ins Freibad gefahren.“ „Und Deine Mutter und ihre Freundin Brigitte, waren die mit?“
„Nein, die sind zu Hause geblieben. Aber mein Onkel Wilhelm hatte sein altes Nordmende Transistorradio dabei und wegen der Oldies eingeschaltet, die er so gerne hört. Das war dann aber leider so, als läge meine Mutter mit auf der Decke.“
„Was heißt das denn Rabe?“ „Dauernd hat das Radio wie meine Mutter auf mich eingeredet, mir gute Ratschläge gegeben und mich ermahnt. Sei vorsichtig mein Junge und creme dich gut ein, sagte sie noch als wir losfuhren und dann schaltet mein Onkel Wilhelm sein Transistorradio ein und es geht weiter: Viel trinken, nicht zu Kaltes trinken, nicht kalt duschen, eincremen, im Schatten aufhalten, nicht zu fett essen, nicht überanstrengen, vor dem Sprung ins Wasser abkühlen, nicht im Rhein oder Kanal schwimmen. So als wäre ich doof. Ich habe dann mein Handtuch über das Radio geworfen. Das hat aber nicht geholfen. Die redeten weiter, wie meine Mutter.“
„Das senden die im Radio Rabe?“ „Ja, nicht nur einmal, ich habe es gehört Motte, wiederholt, den ganzen Tag. Mein Onkel Wilhelm hat nur mit dem Kopf geschüttelt und meinte, das ist der Kinderkanal, die haben das Programm geändert.“
„Vielleicht meinen die vom Radio, dass das den Erwachsenen keiner beigebracht hat und die Hörer dumm sind. Rabe, das Radio hat auch einen Bildungsauftrag, sagt mein Vater immer.“ „Motte, wenn das Bildung ist, dann bin ich zu Hause bei meiner Mutter und ihrer Freundin Brigitte an einer Hochschule.“
„Aber Rabe, wenn die Hörer doch diese Tipps brauchen. Mmm, warte mal, mein Vater spricht immer von dem mündigen Bürger, der frei und verantwortungsvoll entscheidet, Kinder erzieht oder eben auch nicht und in einer Demokratie nicht nur wählen darf, sondern sollte. Und denen wird erklärt, dass sie bei der Hitze viel trinken sollen?“ „Motte, was hast Du denn bei der Hitze erlebt?“
„Rabe, ich war bei den Montagsfliegern. Da hast Du einiges verpasst. Da war sogar ein Rettungshubschrauber im Einsatz.
Eine BO 105 Luftrettung des Bundesinnenministeriums.“
„Motte, meist hat das ja nichts Gutes zu bedeuten, wenn der Rettungshubschrauber kommt. War denn etwas passiert oder war gar einer bei der Hitze umgekippt?“
„Nein Rabe, die Montagsflieger hatten sich gut gerüstet. Die hatten viel zu Trinken dabei, einen riesigen Sonnenschirm, Sonnenbrillen, Strohhut und Kappen, Sonnencreme und natürlich ihre Modellflugzeuge.“ „Und sonst?“ „Ein Radio nicht Rabe, die wissen selber worauf sie zu achten haben, was sie zu tun und zu lassen haben.“ „Motte, hast Du denn was von den Getränken abbekommen und durftest Dich auch unter den Schirm in den Schatten setzen?“
„Klar durfte ich das, wir sind doch Freunde.
Die waren auf einer anderen Wiese, Flugwiese V ist das. Da haben die wieder Segler mit der großen Motormaschine, der Maule geschleppt.
Und stell Dir vor Rabe, der Tim ist die auch geflogen, die Maule. Aber Hallo sag ich da nur, wie der das kann. Kein Hexenwerk, rief er mir lächend nach seiner Landung zu. Schau hier.“
Juni 2022 – Hitzewelle wie vor einem Jahr – Wiesensommer – Heuernte
Juni 2026 – Auch in diesem Jahr legt sich im Juni wieder eine Hitzewelle über das Land. Tag für Tag klettert das Thermometer weit über die Marke von dreißig Grad Celsius im Schatten. Die Luft scheint stillzustehen, schwer und unbeweglich. Über den Feldern flimmert die Hitze, als würde die Landschaft selbst in sanften Wellen atmen. Das Gras auf unseren Flugwiesen, genährt von den regenreichen Wochen des Frühjahrs, war hoch und dicht gewachsen. Nun ist es gemäht. Innerhalb weniger Tage trocknet es unter der unerbittlichen Sonne, wird zu langen Reihen gehäufelt, zu großen Rollen gepresst und schließlich eingefahren. Der süße Duft von Heu liegt über den Wiesen und begleitet jede Bewegung.
Noch vor dem ersten Schnitt sind die Wiesen jedoch nicht nur Arbeitsraum für Markus vom Reiterhof, sondern auch Kinderstube vieler Wildtiere. Am Waldrand, verborgen im hohen Gras, liegen reglos die Rehkitze. Ihrem Instinkt folgend drücken sie sich eng an den Boden und vertrauen auf ihre Tarnung. Mit Hilfe einer Drohne und einer Wärmebildkamera werden die kleinen Tiere aufgespürt, lange bevor die Maschinen anrücken. Behutsam werden die Kitze gesichert und in Sicherheit gebracht. Erst wenn die Gefahr vorüber ist, dürfen sie zu ihren Einständen zurückkehren – ein stilles Zusammenspiel von moderner Technik, Verantwortung und gelebtem Naturschutz.
Mit dem Verschwinden des hohen Grases wird der Boden darunter sichtbar – ein reich gedeckter Tisch für die Jäger der Lüfte. Hoch oben ziehen Milane und Bussarde ihre Kreise, aufmerksam und geduldig. Sie nutzen die aufsteigende Warmluft und spähen nach allem, was die Mäharbeiten freigelegt haben. Dazwischen schießen die Schwalben pfeilschnell durch die flimmernde Luft und erhaschen die kleinen Leckerbissen, die von der Thermik emporgetragen werden.
Und auch die Montagsflieger blicken mit Vorfreude zum Himmel. Die Sonne schenkt kräftige Thermik, die weiten Himmel locken, und mit jedem Aufsteigen eines Flugmodells wächst die Lust auf neue Flugabenteuer.
So verbindet dieser heiße Juni die Arbeit auf den Feldern, das geschäftige Leben der Tiere und die Sehnsucht der Menschen nach Freiheit über den Wolken zu einem Bild voller Sommer und Weite.
Flugwiese IV – Juni 2026
Fotos André
Juni 2022 – Wir erleben jetzt Mitte Juni wieder eine Hitzewelle mit Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius. So wie an dem Wochenende vor genau einem Jahr. Wir haben hier darüber berichtet, was das u.a. für unseren Hausherrn bedeutet und wie damals Rehkitze gerettet wurden: Artikel Rehkitzrettung Juni 2022 – Feuerwehrübung
Bei der Hitze suchen auch Modellflieger und ihre Modelle Schattenplätze.
Auf den Wiesen wird Heu gemacht und eingefahren, auch auf unseren Flugwiesen.
Wie vor genau einem Jahr.
Sommer 2019
Es geht noch heißer – über 40 Grad Celsius im Rheinland
Das hüpfthoch gewachsene Gras wird in diesen trockenen, heißen Tagen gemäht, gewendet und eingefahren. Es gibt reichlich davon und überall auf den Höhen ändert sich das Bild der Wiesen fortlaufend. Modellflieger stehen an der einen Stelle noch im hohen Gras, an anderen landen die Modelle im auf dem Boden zum trocknen ausliegenden gemähten Gras, andere entdecken Start- und Landebahnen zwischen dem Heu oder fliegen um Ballen als wären es Pylone.
Rolf startet heute seinen Depron Eigenbau Polaris.
Spannweite 800 mm Länge 1.000 mm
Polaris ist eine Weiterentwicklung des Amphibiums NORTH STAR von Laddie Mikulasko, weiterentwickelt von Steve Shumate (jetset44) zu Polaris – Einzelheiten bei RCGroups.
Freundschaftsfliegen beim MFG Porz e.V. – Part #3 – Habichte über Köln F-Schlepp
Wer im Juni 2022 beim Freundschaftsfliegen des MFG Porz e.V. war, konnte die beiden Vögel nicht übersehen, wie sie nebeneinander am Zaun lagen, mit vereinten Kräften aus ihrem Horst an den Startplatz getragen und abgelegt wurden, um anschließend in die Höhen der Domstadt Köln zu steigen.
Die beiden Habicht Geschwister sind ein Hingucker am Boden und in der Luft. Es wurde darüber gesprochen, Mut gemacht, die beiden Vögel gemeinsam in der Luft zu steuern. Die Vorfreude bei den Zuschauern war groß und hielt über den Mittag an. Spannung lag in der Luft.
Schauen wir uns zunächst die beiden Habichte näher am Boden an, ihre Piloten, ihre Besitzer
Günter mit D-1901
Sascha mit D-6868
die Schleppmaschinen, deren Piloten sowie neugierige und hilfreiche Freunde.
Im Video zeigt sich Habicht D-1901 von Günter beim F-Schlepp, im freien Flug und mit eleganter Landung.
Es folgt ein weiteres Video, das die beiden Vögel gemeinsam in der Luft zeigt und Sascha, dem Vorbild seines Seglers, entsprechend im Flug Rauchpatronen zündet.
Weitere Informationen über seinen Habicht gibt Sascha unter www.SaWil.me |Seite öffnet sich in einem neuen Fenster|.
Freundschaftsfliegen beim MFG Porz e.V. – Begeisterte Jugend
Freundschaftsfliegen des MFG Porz e.V. – 50 Jahre Deutscher Modellfliegerverband (DMFV). Eingeladen waren Mitglieder von Modellflugvereinen, Modellflugfreunde in einem Umkreis von, dem Jubiläum entsprechend, 50 Kilometern. Der Modellflugplatz des MFG Porz e.V. im rechtsrheinischen Kölner Süden war entsprechend gut besucht.
Wir schauen noch einmal nach Köln-Porz – Freundschaftsfliegen Part #2.
Die Rehkitze sind dank der Feuerwehr Übung Drohneneinsatz in Sicherheit. Die Wiese ist gemäht. Die Sonne scheint, der Himmel ist leicht bewölkt. Die Blicke schweifen weit über das Tal. Es bläst ein kräftiger Wind auf den Hang. Die Bedingungen für den Windenstart von Seglern sind nahezu ideal.
Begleiten wir Montagsflieger Tim bei seinem ersten Start eines Seglers, Dogan von Valenta mit Flühs Hochstartwinde Typ G23 im Team mit Montagsflieger Andreas an der Winde.
Motte und Rabe – Freundschaftsfliegen beim MFG Porz e.V. – ein Gespräch unter Freunden #35
„Du Rabe.“ „Ja?“ „Da wurde ja mächtig was geboten.“
„Wo?“ „Na, am Wochenende, beim Freundschaftsfliegen in Porz.“
„Und es war auch so schönes Wetter. Da haben die richtig Glück gehabt.“ „Besser konnte es wohl für die Modellflieger und uns nicht sein.“
„Haben Dir die Würstchen vom Grill auch so gut geschmeckt?“ „Klar Rabe. Ich fand das sehr nett von den Modellfliegern in Porz, von dem Stephan, der ist da Jugendleiter, dass die uns Würstchen gegrillt haben und dazu noch etwas Apfelschorle gegeben haben; ich hatte auf einmal mächtig Hunger und Durst. Du hattest ja vergessen, die Würtschen von Deinem Onkel Wilhelm mitzubringen.“ „Ja Motte und Du hattest die versprochenen Sunkist und die Prinzenrolle nicht dabei.“ „Wir werden eben älter Rabe.“
„Gut dass die Montagsflieger uns mitgenommen haben. Wir hätten sonst viel verpasst.“ „Rabe, da gab es alles, vom kleinen Kampfbrett ganz in weiß, so wie der Montagsflieger Tim das hat, bis zu den Jets mit richtigen Turbinen. Der Tim, ich habe es genau gesehen, hat große Augen gemacht. Den Geruch von den Jets habe ich jetzt noch in der Nase. Und wie der Junge mit dem großen gelben REBEL einen Smiley an den Himmel gemalt hat – toll.“ „Ja, und zum Schluß haben dann alle geklatscht.“
„Rabe, das hatte sich der Pilot ja wohl auch verdient. Du Rabe, ich werde auch so ein Jetpilot.“
„Motte, ich habe mit meinem Smartphone alles aufgenommen. Komm wir schauen uns das noch einmal an. Zuerst den gelben Jet und später die anderen Modelle, die Doppeldecker, die Segler, die Hubschrauber, die F104, die beiden Habichte, wie sie mit den großen Schleppmaschinen in den Himmel steigen und wie der eine Jet abgestürzt ist – das war schade, so ein schönes Modell – hinüber.“
„Rabe, hast Du das alles auf Deinem Smartphone? Den Absturz von dem Jet auch?“
„Klar Motte.“ „Dann können wir uns das alles noch einmal ansehen?“
„Ja Motte, das können wir, aber jetzt schauen wir uns erst einmal den REBEL an, hier.“
In den vergangenen Tagen hatten wir das Glück, der Feuerwehr bei einer Übung in unserem Flugbereich zuschauen zu dürfen. Trainiert wurde der Einsatz einer Drohne. Wir durften nah herantreten, auch einen Blick in das Fahrzeug „Einsatzleitung“ werfen und führten interessante, vor allem informative Gespräche mit den Feuerwehrmännern. Die Montagsflieger danken dafür.
Schauen wir den Feuerwehrmännern bei der Übung, bei ihrem Training mit einer Drohne zu. Die Drohne verfügt über zwei Kameras, davon eine Wärmebildkamera, Bildübertragung auf einen Monitor der Einsatzleitung.
Freuen wir uns mit über die erfolgreiche Suche im hohen Gras aus großer Höhe.
Der ausgiebige Regen in diesen Tagen läßt das Gras ordentlich wachsen. Es gibt sie noch, die Blumenwiesen mit ihren Schmetterlingen, mit Rehen im hohen Gras und am Waldrand.
Ein Grund mehr, die Zeit zwischen den Schauern und Gewittern an der frischen Luft zu genießen. Kurz entschlossen den Streamline 220 eingepackt und raus geht es, nicht weit in das Umland der Gemeinde Much und raus mit dem Flieger aus dem hohen Gras.
Much – im Nordteil des Rhein-Sieg-Kreises.
Der Ort hat mit seiner Lage, seinem historischen Kernort, den vielen Ortschaften, den Einzelhöfen, den Weilern und Baudenkmälern seinen besonderen Reiz und ist auch bei bekannten Persönlichkeiten als Wohnort beliebt.
Im Ortsteil Kreuzkapelle wurde am 15. Mai 1894 der Jagdflieger Josef Carl Peter Jacobs, Träger des Ordens „Pour le Mérite“ geboren.1)