Wir werfen einen kurzen Blick in die 3D-Werkstatt Wolperath und dort auf den Rumpf des kleinen GEOlino, ein Segler mit einer Spannweite von 1.200mm. Zur Zeit ist das Heck des Rumpfes im Probedruck, um die Bohrungen für das 6mm Kohlefaserrohr und die beiden Bowdenzüge für die Ruder auf exakte Größe zu prüfen bzw. soweit erforderlich anzupassen.
Segler
B-Schlepp mit dem kleinen Calimero
In einer kleinen, von Abenteuerlust getriebenen Modellflugwelt beginnt das nächste große Kapitel. Der Star des Tages: ein winziges Modellflugzeug namens Calimero. Während er in den Händen seines Besitzers Dieter mutig in den blauen Himmel blickt, wird das 20 Meter lange Schleppseil an einen mächtigen Desert Buggy eingehangen. Der Buggy, eine Art kräftiger Käfer auf dicken Reifen, steht im feuchten Gras schon sabbernd bereit. Einmal durch die Wiese von Flugfeld IV und dann geht es mit Calimero geradewegs ab in die Lüfte! So der Plan.
Mit seinem Brushless startet der Buggy seinen spektakulären Zug. Grashalme fliegen zur Seite, Wassertropfen spritzen. Das Schleppseil spannt sich, als wolle es eine kühne Sinfonie in A-Moll spielen, und der Buggy pflügt sich entschlossen durch das Gelände. „Calimero, bereit für den Himmel?“ könnte man jetzt fast fragen – würde Calimero das nicht als einen Hauch von Unsicherheit bei der Bodencrew werten.
Und da hebt er ab! Der winzige Flieger fliegt aufwärts, mit dem Charme eines übergroßen Gänseblümchens, das sich irgendwie von seinen Wurzeln gelöst hat. Eine spektakuläre Mischung aus Anmut und… nun ja, leichtem Zittern. Der Buggy, nun selbst halb im Schlepptau gefangen, strampelt weiter, als wolle er beweisen, dass nichts ihn davon abhalten kann, Calimero weiter emporzuheben.
Ein ruhmreicher Moment bei den Montagsfliegern in der Geschichte des Modellflugs, von der Bodencrew mit einem anerkennenden Nicken kommentiert.
Da fliegt er nun, klein und frei, während der Desert Buggy zum Startplatz zurückfährt.
Der Himmel gehört Calimero – oder zumindest für die nächsten paar Sekunden, bevor die Schwerkraft ein Wörtchen mitzureden hat.
Lucky 2m-Segler Eigenbau Huckepack
Dieter hat heute mehr als nur seinen kleinen Segler Calimero dabei; sein ganzer Stolz: Lucky, ein selbst entworfener und gebauter Segler, der mit seinen eleganten Linien und einer Spannweite von 2 Metern förmlich danach schreit, sich in die Luft zu erheben.
Die Vorbereitungen auf Flugfeld IV laufen. „So! Die nächste Dame! Mit demselben Herrn!“, fordert Andreas auf, der alles in Bild und Ton festhält, während Bernd schon seinen Nurflügel für einen Huckpackflug (demnächst im Video) aus dem Hangar holt.
„Also“, sagt Ralf mit einem Blick auf Lucky, „der ist heute auch noch dran?“ Dieter nickt eifrig. Seine Augen glänzen vor Aufregung, die pure Freude eines Mannes, der sein eigenes Werk zum Leben erwecken will. „Klar doch. Der muss heute auch noch fliegen!“
Die beiden schnallen den 2-Meter-Segler auf den Huckepackaufsatz, jeder Gurt wird straff gezogen, jede Verbindung noch einmal geprüft. Lucky ist größer, eleganter als der kleine Calimero, ein Modell, das die Blicke der Zuschauer auf sich zieht. Der Wanderer, der zuvor das Spektakel aus der Ferne beobachtet hat, nähert sich erneut und sieht fasziniert zu, wie der Segler startklar gemacht wird. Auch die Pferde stehen wieder am Rand der benachbarten Wiese, scheinbar unbeeindruckt von dem erneuten Treiben.
„Bereit?“ Ralf schaut fragend zu Dieter hinüber, die Hand schon am Gashebel der Wilga. „Mehr als bereit“, antwortet Dieter, die Begeisterung in seiner Stimme kaum zu überhören. „Dieses Mal geht’s richtig hoch.“ Die Wilga setzt sich erneut in Bewegung, und wie ein Gespann erheben sich das Flugzeug und Lucky sanft in die Lüfte, höher und höher, bis die Welt unter ihnen kleiner wird.
„Wunderbar“, ruft Dieter. Seine Augen folgen jeder Bewegung des Seglers, der Huckepack mit der Wilga in die Höhe getragen wird. Es ist ein Moment purer Euphorie, eine Bestätigung all der Stunden, die er in dieses Modell gesteckt hat.
Doch am Ende redet Dieter bereits von mehr: „So, wir legen jetzt eine 5-Meter-Maschine auf!“ Ralf lacht. „Eine 5-Meter-Maschine? Ich bin dabei.“
Alle grinsen nur, wissend, dass in der Welt der Modellflieger viel erzählt wird. Wie Jäger oder Angler, die von den größten Trophäen berichten, geht es auch hier mal mehr um Träume als um die Realität.
Aber heute, in der klaren, angenehmen Herbstluft, scheint nichts unmöglich.
Calimero – Huckepack
Dieter steht am Rand von Flugfeld IV, sein Blick fest auf den kleinen Calimero gerichtet, den er gerade auf den Huckepackaufsatz der Wilga gelegt hat. Der Segler, mit einer Spannweite von gerade mal 1000 Millimetern, wirkt zierlich im Vergleich zur mächtigen Wilga. Doch Dieter vertraut auf das robuste Flugzeug – und auf den Aufsatz, den er und Ralf mit einigen Stunden Arbeit zu diesem Moment gebracht haben. Sorgfältig schnallen Ralf und Bernd den Segler fest, jede Bewegung sitzt, jede Schraube wird noch einmal geprüft. Es gibt keinen Platz für Fehler.
„Alles fest?“, fragt Ralf, als er den Motor der Wilga startet. Dieter nickt, schaut noch einmal prüfend nach oben. Ja, alles ist bereit. Gerade in diesem Moment taucht eine Frau mit zwei Pferden am Rand des Feldes auf. Sie beobachtet neugierig das Geschehen, während die Pferde unruhig die Ohren spitzen. „Die sollen sich an die Modellflugzeuge gewöhnen“, sagt sie lächelnd. Doch jetzt zählt nur noch der Flug.
Die Wilga hebt ab, der Calimero auf ihrem Rücken. Das Flugzeug steigt stetig, scheinbar mühelos. Die Wolken sind dicht, der Wind schiebt das Flugzeug sanft, die Modelle zeigen sich im Gegenlicht der Sonne nur noch als Silhouetten.
Ralf wirft einen kurzen Blick zu Dieter, der neben ihm in die Höhe starrt, als ob er das Flugzeug nur mit seinen Gedanken steuern könnte. „Ich werf dich jetzt ab“, meint Ralf, die Hand am Schalter. Doch Dieter, dessen Augen die Höhen sehnsüchtig fixieren, schüttelt schnell den Kopf.
„Warum denn? Das ist doch noch keine Höhe!“ Dieters Stimme ist entschlossen, fast fordernd. Er will den Himmel, er will den Wind, und er will weit hinauf. Die Wilga steigt weiter, kämpft sich höher und höher durch die Luftschichten, während der kleine Segler auf ihrem Rücken ruhig verharrt, als würde er sich nur noch auf den Moment des Loslassens vorbereiten. „Ich seh den kaum noch“, murmelt Dieter, die Augen zusammengekniffen gegen das Grau des Himmels. Der Calimero ist fast nur noch ein Punkt, weit entfernt, kaum auszumachen in der Höhe.
„Wo bin ich denn? Ach da…“ Er stutzt, blinzelt. „Worum fliegt der denn jetzt? Auf dem Kopf oder was? Viel zu hoch.“ „Das hab ich doch gesagt. Du wolltest doch so hoch!“
Dieter lacht entspannt, die Wilga landet und Calimero auch irgendwann.
LT200 Flex – Huckepack unter den Wolken
Ein Sonntagnachmittag im Oktober 2024. Der Himmel ist schwer von Wolken, grau und träge, während der Wind aus Süd-Ost weht. Spannung liegt in der Luft, unsichtbar, aber greifbar, denn heute wird es sich entscheiden: Wird der neue Huckepackaufsatz für die Black Horse Wilga halten, was sich Ralf und Dieter von ihrer Gemeinschaftarbeit erhoffen?
Auf dem Flugfeld IV herrscht reges Treiben. Der LT200 Flex, ein Holzbaukastenmodell von Aeronaut wird sorgsam für den Huckepackflug auf der Wilga vorbereitet, jede Bewegung präzise, jede Schnalle geprüft. Die beiden Männer, tief in ihrem Element, wissen genau, was sie tun. Die beiden Flugzeuge sind mehr als nur Technik – sie sind ein Stück Freiheit, eine Verheißung auf ein Abenteuer, das gerade erst beginnt. Ein Wanderer, der zufällig vorbeikommt, bleibt stehen. Sein Blick ist neugierig, er weiß noch nicht, was gleich passieren wird. Aber er spürt, dass es etwas Besonderes ist und will es festhalten.
Ralf und Georg, die beiden Piloten, wechseln letzte Worte. Kurze, präzise Absprachen – mehr ist nicht nötig, denn beide verstehen sich wortlos. Die Wilga steht zum Start bereit, der Huckepackaufsatz fest montiert, der LT200 Flex sicher aufgelegt. Ralf schließt die Augen für einen Moment, spürt den Wind auf der Haut, den Rhythmus der Natur – dann gibt er das Zeichen. Der Motor der Wilga läuft an, der Propeller rotiert, die Maschine vibriert und setzt sich in Bewegung unter den wachsamen Augen der Piloten und Zuschauer.
Mit einem leichten Ruck erhebt sich die Wilga. Huckepack trägt sie den LT200 Flex mit sich empor, wie ein schwereloses Wesen, das den Gesetzen der Schwerkraft trotzt. Die Wolken scheinen näher zu kommen, als das Flugzeug in die Höhe steigt, auf Kurs zu den Wolken am Himmel. Andreas, der Kameramann, verfolgt das Spektakel auf dem Display der GoPro, während er kommentiert, als wolle er das Bild mit seinen Worten festhalten.
Der Wanderer folgt dem Flug mit seinen Augen und ist fasziniert. Ralf und Georg sind ganz in den gemeinsamen Steigflug versunken. Der Huckepackflug verläuft ruhig, fast lautlos in der Ferne, während das Rauschen des Windes die Anspannung des Tages mit sich trägt. Der Erfolg oder Misserfolg dieser Mission hängt von jedem Handgriff ab.
Hoch oben, nicht fern von den Wolken wird sich zeigen, ob sich der Bau des Huckpackaufsatzes nicht nur für Ralf und Dieter, sondern für alle Montagsflieger und Interessierte gelohnt hat.
Aber für jetzt, im Moment des Aufstiegs, scheint alles möglich.
Projekt Weihe 50 #13
Gemeinschaftsprojekt Bernd, Georg, Udo
Projektziel: Flugfähiger Nachbau des Modells Oldtimersegler Weihe 50 nach dem gleichnamigen Schnellbaukastens der Firma Graupner aus den 60er-Jahren. Der Rumpf ist nicht wie bei der Vorlage im Baukasten aus Styro sondern ein Eigenbau GFK-Rumpf.

Inzwischen hat Bernd in dem Gemeinschaftsprojekt Weihe 50 vier Sätze Höheruder und Seitenruder im Rohbau fertig gestellt.
Zeitzeichen 2019 – Bastelstunde LT200 Flex #3
Im Winterhalbjahr 2019/2020 sollten weitere sechs LT200 Flex von Aeronaut gebaut werden, nachdem der heutige Montagsflieger Georg ein Anschauungsmodell bei UFM-Modellbau gekauft und gebaut hatte. Das Projekt ist damals in einer dreiteiligen Video-Doku festgehalten worden.
Heute schauen wir noch einmal auf Teil III.
Das Modell von Georg flog noch gestern, Sonntag, 20. Oktober 2024 bei uns Montagsfliegers. Der Segler wurde Huckpack auf Ralfs Wilga unter intessierten Augen von Wanderern in angenehme Höhe gebraucht. Dazu mehr mit Video alsbald. Andere aus dem Projekt teilen das Schicksal vieler Pläne, verrotten nach anfänglicher Begeisterung auf den Friedhöfen der Ungeliebten und der Unvollendeten.
Zeitzeichen 2019 – Bastelstunde LT200 Flex #2
Im Winterhalbjahr 2019/2020 sollten weitere sechs LT200 Flex von Aeronaut gebaut werden, nachdem der heutige Montagsflieger Georg ein Anschauungsmodell bei UFM-Modellbau gekauft und gebaut hatte. Das Projekt ist damals in einer dreiteiligen Video-Doku festgehalten worden.
Heute schauen wir noch einmal auf Teil II.
Das Modell von Georg fliegt noch heute bei uns Montagsfliegers. Andere aus dem Projekt teilen das Schicksal vieler Pläne, verrotten nach anfänglicher Begeisterung auf den Friedhöfen der Ungeliebten und der Unvollendeten.
Oldtimer Doppelraab Auto-Schlepp
Heute, an einem Montag im Oktober 2024, sind Experimente, Versuche und Freude daran angesagt. Alles begann vor Tagen aus einer Laune heraus mit einer spontanen Idee: Ein Segelflugzeug im Maßstab 1:10 soll von einem Auto an einem Seil in die Luft gezogen werden. Bernd hat mit viel Geschick und Schnelligkeit einen Hochdecker, einen Doppelraab gebaut, während Georg seinen Crawler, den Sherpa CR3.4, mitgebracht hat. Udo übernimmt die Kamera und hält jede Szene fest.
Zuerst muss der Oldtimersegler einen Gleitflug absolvieren, was problemlos gelingt. Doch der erste Versuch, den Segler vom Boden aus dem Gras mit einem Seil zu starten, schlägt fehl – das Seil klinkt vorzeitig aus. Sie probieren es mit einem Handstart, bei dem der Crawler den Segler in die Höhe zieht. Dieser Versuch gelingt auf Anhieb.
Motiviert wagen sie einen weiteren Bodenstart von einer Decke, und diesmal läuft alles perfekt: Der Segler steigt sanft auf, fliegt eine Runde und landet schließlich präzise am Startpunkt auf der Decke. Die Freude über den Erfolg ist groß, und alle Beteiligten sind sichtlich zufrieden mit ihrem gelungenen Experiment.
Oldie Segler A1
Beim Aufräumen seiner Garage hat Bernd kürzlich einen in Vergessenheit geratenen Baukasten aus längst vergangenen Zeiten entdeckt. Schnell wurde das freie Baubrett mit den Einzelteilen des Fundes belegt und daraus zügig ein fliegbares Modell gebaut, das mit kleinen Elektronikkomponenten ausgestattet ist. Gesteuert wird der kleine Segler über Höhen- und Seitenruder.
Es ist Montag, später September, der Herbst steht in der Tür.
Der angekündigte Regen bleibt aus, Termik macht sich breit und nimmt den kleinen Segler mit auf eine schöne Reise über saftig grüne Wiesen in stiller Natur.






