Motte und Rabe – In der Schule – Jugendförderung – ein Gespräch unter Freunden #48
„Du Rabe…“ „Ja?“ „Ich bin jetzt auch in der Schule.“
„Könnte sein. Die Sommerferien sind ja leider vorbei, obwohl wir doch immer noch Sommer haben.“ „Rabe, meinst Du, es bleibt noch etwas Zeit für mein Hobby.“
„Das liegt an Dir. Mein Onkel Wilhelm hat immer so komische Sprüche: Du lernst nicht für die Schule oder für Deine Mutter. Du lernst für Dich, für Dein Leben.“
„Ach, das hat mein Vater mir auch schon gesagt. Der Tim, der von den Montagsfliegern, war sogar in den Ferien in der Schule und hat gelernt.“ „Motte, in den Ferien sind die Schulen doch geschlossen.“
„Aber der war in der Schule und zwar bei den Montagsfliegern.“ „Haben die jetzt auch eine Schule Motte?“ „Ja, eine Flugschule. Die haben dem Tim den Sender für die große Maule in die Hand gedrückt und dann sollte der Tim damit Segler schleppen. Die nennen das F-Schlepp.“ „Mit der großen Maule – Lehrer-Schüler?“ „Nein Rabe, der Tim sollte die große Maule ganz alleine starten, fliegen und sicher landen und Segler in die Höhe ziehen. Den Salto von Dieter, das Grunau Baby von Georg und die Rhönlerche von Bernd.“ „Motte, übertreibst Du nicht wieder etwas?“
„Nein Rabe, das hat der Tim gemacht, einen nach dem anderen hat der geschleppt und auf Höhe gebracht. Hier schau selbst, wie gut der das hinbekommen hat und alle sich gefreut haben und Spaß hatten.“
Tim, Youngster im Team Montagsflieger hat kürzlich seine ersten Schleppflüge mit der Maule M7 GB von Montagsflieger Ralf erfolgreich absolviert und verschiedene Segler sicher auf Höhe gebracht: Salto, Ka4 Rhönlerche und Grunau Baby III Xanten.
Schauen und hören wir zu bei einem der ersten F-Schlepps von Tim.
Die Rehkitze sind dank der Feuerwehr Übung Drohneneinsatz in Sicherheit. Die Wiese ist gemäht. Die Sonne scheint, der Himmel ist leicht bewölkt. Die Blicke schweifen weit über das Tal. Es bläst ein kräftiger Wind auf den Hang. Die Bedingungen für den Windenstart von Seglern sind nahezu ideal.
Begleiten wir Montagsflieger Tim bei seinem ersten Start eines Seglers, Dogan von Valenta mit Flühs Hochstartwinde Typ G23 im Team mit Montagsflieger Andreas an der Winde.
Jugendförderung – Valenta Dogan am Megarubber Erstflug für Montagsflieger Tim
Das hat geklappt – Der Hochstartseil mit dem Megarubber von EMC-Vega und der Erstflug mit dem Valenta Dogan für Montagsflieger Tim im Team mit Montagsflieger Bernd, begleitet von fachkundigen Kommentaren. Und dass alles gut geklappt hat, lag nicht nur am sommerlichen Wetter, blauem Himmel, leichtem Wind, sondern am Können, an der Leichtigkeit der Konzentration, Einfühlungsvermögen und am Teamgeist.
Seglermodell: Valenta Dogan mit einer Spannweite von 2.900 mm
Motte und Rabe – Es gibt in diesem Jahr 2022 eine DMFV Jugendfreizeit – ein Gespräch unter Freunden #27
„Du Rabe, ich habe Neues.“ „Und was mein kleiner Freund?“
„Ich habe wieder in den Heuballen gelegen und die Montagsflieger belauscht.“
„Das macht man nicht Motte, würde jetzt meine Mutter sagen und sie wäre von Deinem schlechten Benehmen sehr enttäuscht.“ „Ich tue es auch nicht wieder Rabe, ganz bestimmt nicht.“
„Motte, aber Du solltest mir schon sagen, was Du da gehört hast. Du weißt, wir sind Freunde, oder? Mach nicht so ein Geheimnis daraus, spuck aus.“ „Klar, aber verrate mich nicht bei Deiner Mutter.“ „Bestimmt nicht Motte, die würde doch sonst noch denken, das mit dem Belauschen hättest Du von mir gelernt.“ „Auf keinen Fall Rabe.“ „Also, was gibt es Motte?“
„Die haben sich darüber unterhalten, dass es in diesem Jahr wieder eine Jugendfreizeit gibt.“ „Motte, Jugenfreizeit finde ich toll. Mit Modellfliegern?“ „Ja Rabe, in den Sommerferien auf dem höchsten Berg in Hessen, auf der Wasserkuppe, der Wiege des Segel- und Modellflugs. Da wohnen die für ein paar Tage ohne Eltern in einer Jugendherberge und haben ihre Modellflugzeuge dabei. Da ist es schön und da gibt es das Deutsche Segelflugmuseum.“
„Ach, das klingt ja interessant. Sind da auf der Wasserkuppe auch Mädchen bei Motte?“ „Wieso? Davon war nicht die Rede Rabe.“ „Egal, und wer macht die Jugendfreizeit?“ „Die haben gesagt, der DMFV.“ „Wir sollten uns auf alle Fälle schlau machen und mitmachen.“ „Rabe, Du bist doch schlau und hast ein Smartphone. Da kannst Du doch mal nachsehen oder beim DMFV anrufen, damit wir das hinbekommen.“ „Das machen wir.“
„Der große Junge, der Tim, war auch schon bei der DMFV Jugendfreizeit auf der Wasserkuppe, in den Sommerferien 2019 war das. Da war der ungefähr so alt wie wir heute und hatte einen Namenlosen dabei. Jetzt ist Tim Montagsflieger und bestimmt ist er in diesem Jahr wieder dabei, bei der DMFV Jugendfreizeit auf der Wasserkuppe.
Der Tim hat den anderen Fotos und seinen Artikel über die Freizeit im vergangenen Jahr gezeigt, hier:
Auf jeden Fall hat er schon einen neuen Segler, einen ohne Motor und ich sag Dir, der ist verdammt groß. Valenta Dogan heißt der. Zwei Meter neunzig Spannweite, ein F3B-Modell sagen die Experten.“ „Vielleicht etwas zu groß für Deinen neuen Freund, Motte?“ „Nein Rabe, der hat den mit dem anderen Montagsflieger, dem Bernd, der mit dem Werkzeug am Gürtel schon ausprobiert.“ „Ach, und gleich alles kaputt gemacht, oder?“ „Nein, wo denkst Du hin? Die beiden sind doch ein eingespieltes Team, so wie wir. Die können sich aufeinander verlassen. Das sind Freunde, wie wir.“
„Und wofür braucht Dein Tim so ein großes Modell?“ „Na eben zum Fliegen Rabe. Die wollen den mit einem Seil hochziehen.“ „Den Tim?“ „Nein Rabe, den Segler. Aber erst müssen die den noch einfliegen. Der Bernd hat den erst einmal nur aus der Hand geworfen. Das sah schon verdammt gut aus. Und am Hang wollen die den auch mal fliegen, den Segler, vielleicht auch auf der Wasserkuppe bei der Jugendfreizeit, Rabe.“ „Ja, ja Motte und gelegentlich geht Dein neuer Freund mal an seiner Schule vorbei, schaut durch das Fenster in die Klasse, schnüffelt den Geruch Mathe, Deutsch und Tafelkreide, sieht und hört was seine Klassenkameraden gerade so lernen, der Tim.“ „Machst Du so etwas Rabe?“ „Ich doch nicht Motte.“
„Hier Rabe, ich zeige Dir, wie die beiden den Segler eingestellt und kurz in die Luft gebracht haben.
Ach, bevor ich es vergesse Rabe, ich soll Dir einen Gruß von dem Montagsflieger Jan ausrichten. Der hat mich beim Lauschen erwischt. Den anderen wird er nichts davon sagen.“ „Motte, das ist doch der mit dem Handy für Luftaufnahmen. Dann kennt der Dich jetzt auch.“
Motte und Rabe – der große Junge hat jetzt einen FunRacer – ein Gespräch unter Freunden
„Du Rabe, das war ja ein tolles Wetter an den Ostertagen.“ „Ja Motte, ich war mit meiner Mutter und ihrer Freundin Brigitte am Rhein spazieren und Du?“ „Ich? Ich war bei den Montagsfliegern.“ „Und was hatten die dort so im Programm Motte?“
„Einiges Rabe, alles und wieder etwas Neues.“ „Sag schon Motte.“
„Im Wiesen-Café Zum Botterblömche gab es Neues, sehr Leckeres, einen Osterzopf mit Marzipan und Mandeln und einen Kirschstreusel. Den hatte die Moni aus der Hofbäckerei wieder gebacken. Schade dass Du nicht dabei sein durftest. Ich habe ein Stückchen für Dich gegessen – lecker sag ich Dir. Hier nimm einen Apfel, der ist auch lecker und gesund.“
„Der große Junge, der Tim hatte eine neue Maschine, einen Racer. Der ist verdammt schnell. Den hatte der sich zu seinem Geburtstag im Sommer des vergangenen Jahres gewüscht.“ „Und warum fliegt der den erst jetzt?“
Danke Moni
„Stell Dir mal vor Rabe, der Racer war bestellt, bezahlt, sollte zu seinem Geburtstag geschickt werden und auf dem Tisch liegen und dann hieß es leider nicht lieferbar. Etwa um Weihnachten, also viel, viel später hat er die Maschine dann endlich bekommen und jetzt war sein Erstflug, so nennen die das bei den Montagsfliegern. Die haben alles gecheckt, eingestellt und dann kam der spannende Moment, dass er starten sollte.“
„Hier Rabe, schau. Ich habe ein paar Bilder gemacht.
Die Maschine zieht nach links, haben die gesagt und der Seitenzug vom Motor muss geändert werden.“
„Motte, davon habe ich doch noch keine Ahnung, komm wir schauen uns lieber Deine Bilder an.“
Jugendfliegen – Jugendförderung – Früh übt sich, wer ein Meister werden will
Früh übt sich, wer ein Meister werden will: Klassisch, im Team, mit einem über zwei Achsen gesteuerten Wurfgleiter, der etwas aushält.
Da geht es um erste Erfahrungen und Lernerfolge, auch wenn sie noch so klein sind: Alles dabei im Beutel „Fette Beute“, Fernsteuerung, geladener Akku, in der Hand das fast mannsgroße Modell, auf der Nase die Sonnenbrille. Sender einschalten, Akku im Modell anschließen, Funktionstest, Seitenruder, links, rechts, Höhenruder, hoch, tief? Alles ok! Andreas, Dieter und Johannes fliegen im Team an einem sonnigen Frühlingsnachmittag.
Der junge Flugschüler Johannes macht schnell Fortschritte, macht auch mal eine Pause, stärkt sich im Wiesen-Café „Zum Botterblömche“ mit Muffins und einem Getränk. Er hat Freude und spielerisch Erfolg. „Noch einmal?“ „Nein.“ Ist die Antwort von Johannes am späten Nachmittag und es ist gut, dass der Youngster auch Nein sagen kann.
Den Eltern, seinem Bruder und seinen Freunden hat Johannes sicherlich viel zu erzählen.
Nach den schönen, aber auch angenehm anstrengenden Erlebnissen wird er zu Hause in seinem Bett gut schlafen und vielleicht davon träumen:
Rabe – ich wünsche mir jetzt den Lilienthal – ein Gespräch unter Freunden #12 – Jugendförderung – Jugendfliegen
„Du, Rabe, ich wünsche mir jetzt den Lilienthal von meinem Vater.“ „Den Otto?“ „Wie den Otto? Den Lilienthal!“ „Der ist doch schon lange tot, was erzählst Du da wieder Kleiner?“
„Wieso tot? Gestern war ich bei dem Udo von den Montagsfliegern, der hat ein Modellbaugeschäft in Hennef. Der Udo hat den Lilienthal. Der hat sogar zwei davon, ganz oben im Regal.“ „Motte, bist Du noch ganz bei Sinnen?“
„Aber warum sagst Du das Rabe? Der Udo hat mir den Lilienthal doch aus dem Regal geholt und gezeigt.“ „Du meinst hoffentlich nicht den Flugpionier Otto Lilienthal, oder?“ „Nein Rabe, ich meine den Holzbaukasten. Da war einiges an ganz leichtem Holz im Karton. Das roch auch so schön.“ „Du machst mich neugierig Motte, erzähl weiter.“
„Der Udo meint, mit der Ausbildung zum Testpiloten für Jets bei den Montagsfliegern sollte ich besser noch etwas warten. Der Lilienthal wäre für mich erst einmal genau das Richtige. Udo meint, ein tolles Jugendmodell. Aber nicht nur für Jugendliche, da können auch Erwachsene mit fliegen und Spaß haben.“ „Und wieviel Kohle muss Dein Vater dafür auf den Tisch legen.“ „Udo meint, das ist nicht so viel und mein Vater wird sich das leisten können und vielleicht auch für mich wollen.“
„Naja, wenn Du das glaubst. Für die fünf Tulpen von der Tankstelle, die Dein Vater letzte Woche meiner Mutter mit rotem Kopf geschenkt hat, hat er ja wohl nicht so tief in die Tasche gegriffen. Da klebte noch das Preisschild dran: 1 Euro. Du scheinst ihm mehr wert zu sein als meine Mutter. Hast Du es gut Motte.“ „Ach Rabe, ich habe mit meinem Vater gesprochen.“ „Wegen meiner Mutter?“ „Nein Rabe, wegen dem Baukasten. Mein Vater hat gleich mit Udo telefoniert, da habe ich gelauscht. Nächste Woche, kriege ich den Lilienthal. Rabe, hilfst Du mir dann beim Basteln?“
„Klar helfe ich Dir. Wir sind doch Freunde, auch wenn Du kleiner bist als ich und noch nicht ganz so schlau. Wie sieht Dein Lilienthal denn aus?“
„Hier schau mal, Udo hat mir einen Film von den Montagsfliegern gezeigt, die haben den Lilienthal auch.“
„Motte, wenn ich das so sehe, ich weiß nicht. Das sieht doch alles recht kompliziert aus.“ „Ja Rabe, es sieht so aus, ist es aber nicht. Mein Vater sagt immer: Einfach kann jeder!“ „Und Du meinst wirklich Motte, dass wir das hinbekommen?“ „Rabe, willst Du auch so einen Baukasten, der Udo hat ja zwei in seinem Laden.“ „Das ist im Moment schlecht. Meine Mutter hat mir ja wegen dem Rauchen der Peter Stuyvesant Deines Vaters das Taschengeld gekürzt. Du erinnerst Dich daran? Der Duft der großen weiten Welt.“
„Dann bauen wir erst einmal meinen. Wir kriegen das hin Rabe. Die von dem Baukasten haben einen Film dazu gemacht, wie man das Modellflugzeug zusammenbaut. Und eine ausführliche Bauanleitung liegt auch im Baukasten. Hier schau mal:“
Lilienthal Modelldaten
Spannweite 1.190 mm
Länge 830 mm Gewicht 190-220 g Höhenruder, Seitenruder
Es gibt viele und noch mehr Bauanleitungen für Flugmodelle im Internet. Einige davon sind ausgezeichnet, inhaltlich umfassend, auch für Anfänger verständlich, motivierend und führen zum Ziel, mit einfachen Mitteln.
Die Flugtechnische Arbeitsgemeinschaft (FAG) Kaltenkirchen macht vor, wie es geht. Das authentisch mit ihren jungen Modellflugbegeisterten. Von Jugendlichen nicht nur für Jugendliche.
Wer sich für Jugendförderung begeistert und engagiert, kommt an dieser Gemeinschaft von Modellfliegern nicht vorbei.
Wir wollen mit diesem Beitrag die Jugendförderung bei der FAG Kaltenkirchen unterstützen und mit in die Welt tragen, damit möglichst viele dieser Modelle gebaut werden und fliegen.
Montagsflieger Tim hat sein fliegerisches Spektrum um eine Disziplin erfolgreich erweitert: Pilot einer Maschine, hier seiner FunCub von Multiplex, beim Schleppen einer Ka8b von Parkzone. Blauer Himmel, grelles Sonnenlicht, für die Jahreszeit mild, auffrischender, böiger Wind – nicht gerade ideale Verhältnisse für das Erlernen einer neuen Modellflugdisziplin. Sorfältige Flugvorbereitung, Einweisung in den angestrebten Schleppablauf, etwas Nervosität, Mut und volle Konzentration, schon geht es im Team los: Die FunCub schleppt die Ka8b in die Höhe.